Einzug in 2019

Bundes- und Landespolizei ziehen am Bremer Bahnhofsplatz zusammen

Versammlung vor dem Eingang – von links gesehen: Jörg Einemann (Bundespolizei), Polizeipräsident Lutz Müller, Innensenator Ulrich Mäurer und Rainer Zottmann (Direktion Einsatz). - Foto: Kuzaj
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Versammlung vor dem Eingang – von links gesehen: Jörg Einemann (Bundespolizei), Polizeipräsident Lutz Müller, Innensenator Ulrich Mäurer und Rainer Zottmann (Direktion Einsatz).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eine Staubschicht bedeckt den Fußboden, Kabel hängen von der Decke, blaue Müllsäcke stehen herum. Noch sieht hier nichts nach einem Polizeirevier aus. Das Haus Bahnhofsplatz 14 – neben dem Übersee-Museum – soll aber eine Wache werden, eine doppelte sogar.

Landes- und Bundespolizei ziehen hier gemeinsam ein, mehr Präsenz und Sicherheit im und am Hauptbahnhof heißt das Ziel. Nächstes Jahr schon sollen die Polizisten einziehen.

Die Bundespolizei – noch ja hinter dem Bahnhof zu finden, auf der Bürgerweiden-Seite – hatte als erste ihr Auge auf das Haus Bahnhofsplatz 14 geworfen. Im Juli „wollten wir uns das neue Gebäude der Bundespolizei auch mal anschauen“, sagt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Innensenator Mäurer: Umsetzung „sensationell schnell“

Ein Besuch mit Folgen, denn der Blick fiel auf freie Räume – gut geeignet „für eine eigene Wache der Landespolizei“. Und dann ging alles ganz schnell. „Wir haben keine sechs Monate gebraucht, für die öffentliche Verwaltung ist das sensationell“, so Mäurer am Montag.

Das um 1890 errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz, sagt Christian Born von der Aurelis Real Estate GmbH in Eschborn, der die Immobilie gehört. In den Umbau investiert das Unternehmen etwa 4,2 Millionen Euro. 

„Wenn man für die Polizei baut, zahlt man mehr“, sagt Senator Mäurer mit Blick auf besondere Anforderungen bei Sicherheit und Technik. So liege die Miete für die Landespolizei bei 27 Euro pro Quadratmeter. Der Haushaltsausschuss der Bürgerschaft hat zugestimmt. „Wir haben den Mietvertrag für 15 Jahre geschlossen“, so Mäurer weiter. „Das ist mein Weihnachtsgeschenk.“

Bundespolizei zieht im März 2019 ein

„Dass wir so eng zusammenrücken, hatten wir bisher noch nicht“, sagt Polizeipräsident Lutz Müller über die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Deren Inspektionsleiter Jörg Einemann kündigt an: „Wir rechnen damit, dass wir im März 2019 hier einziehen.“ So schnell wird es bei der Landespolizei nicht gehen, Müller und Mäurer rechnen mit einem Einzug im Sommer 2019. 

Die Landespolizei wird auch nicht gleich rund um die Uhr präsent sein – wie die Bundespolizei. „Das können wir nicht gleich leisten. Wenn wir auf 2 900 Beamte zugehen, können wir das auch hinbekommen“, so Mäurer.

Da ist noch einiges zu tun – im Haus Bahnhofsplatz 14 haben gegenwärtig die Handwerker das Sagen. Der Eigentümer lässt die Räume umbauen, bevor Bundes- und Landespolizei (neben weiteren Mietern) hier einziehen.

Ziel ist es, die Polizeiinspektion Mitte zum Hauptbahnhof zu verlagern. Neben der Wache sollen die Kontaktpolizisten, die Verkehrssachbearbeiter und „Schwerpunktkräfte“ am Bahnhofsplatz 14 Platz finden, sagt Rainer Zottmann, Leiter der Direktion Einsatz. „Hier wird auch die Sicherheitszentrale bei großen Fußballspielen sein.“

Froh über neue Präsenz der Landespolizei am Bahnhof

Anfang der 80er Jahre habe es hier, am Hauptbahnhof, noch eine Wache gegeben, Zottmann. Die sei dann aufgegeben worden. „Seitdem haben wir am Hauptbahnhof immer improvisiert. Egal, ob Container oder Gruppenwagen – das war nichts Halbes und nichts Ganzes.“ 

Und für einen Kriminalitätsschwerpunkt nicht gut. Nun aber gibt‘s Aussicht auf was Ganzes. Es gelte, die neue Wache so auszustatten, dass „Touristen und Pendler sie schnell finden“, sagt Zottmann. Er ist froh, dass die Polizei am Bahnhof wieder mehr Präsenz bekommt: „Herr Senator, ein schönes Geschenk!“

Nun ist die Bundespolizei für Bahnverkehr und Bahnhof zuständig, ihre Zuständigkeit endet am Bahnhofsausgang. Ab dort übernimmt die Landespolizei. Der Bürger aber, der Hilfe oder Rat sucht, soll sich darum keine Gedanken machen müssen, heißt es. Er werde einfach am Eingang in Empfang genommen und dann zur für seinen Fall richtigen Polizei geschickt.

Wobei da manches zunächst einmal bei der Bundespolizei landen dürfte, was eigentlich zu Landespolizei gehört – die aber eben nicht rund um die Uhr da ist. Das aber werde heute auch schon so gehandhabt, heißt es.

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