Bei den „Special Olympics“ geht es nicht nur um den Sieg / „Heldenhaftes Kulturprogramm“ beginnt mit Ausstellung

Ein ganz besonderer olympischer Eid

Bürgerschaftspräsident Christian Weber benötigte auf dem Rollstuhlparcours die Hilfe von Matti von Arten (l.) aus dem Organisationsteam. Markus Kurpiela vom Martinshof (r.), der bei den „Special Games“ zum Bremer Boccia-Team gehört, ist Hindernisse im Alltag gewohnt und weiß diese zu umkurven.

Bremen - Von Jörg EsserBREMEN · Der Countdown läuft. Noch rund sechseinhalb Wochen, dann beginnen in Bremen die „Special Olympics“, die nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. 4 550 Athleten aus ganz Deutschland werden Mitte Juni an der Weser erwartet. Die befinden sich im Training. Die Organisatoren zurren derweil das Rahmen- und das Wettkampfprogramm fest.

So viel steht längst fest: Die Athleten messen vom 14. bis 18. Juni ihre Kräfte in 20 Sportarten. Die Pauliner Marsch wird zur „Olympic Town“, zum Zentrum der Spiele. Fußball, Leichtathletik, Judo, Tennis,

Boccia, Roller-Skating und Handball stehen hier auf dem Programm. Und auf dem benachbarten Werdersee gibt es noch Kanu-

rennen. Zweiter zentraler Veranstaltungsort ist die Universität, wo unter anderem die Schwimmwettbewerbe stattfinden. Und schließlich geht es in der Bremen-Arena, auf der Bürgerweide und im Bürgerpark ums Ganze.

In der Bremen-Arena (zuletzt: AWD-Dome, davor Stadthalle) läuft auch die Eröffnungsfeier der „Special Olympics“ – am Montag, 14. Juni, um 19.30 Uhr. Mit allen olympischen Ritualen. Dazu zählen der Einmarsch der Athleten, eine Hymne. Und ein special-olympischer Eid. Der lautet: „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben.“ Der Schirmherr der Spiele, Bundespräsident Horst Köhler, wird als Ehrengast erwartet.

Einen Fackellauf soll’s auch geben. Einen Online-Fackellauf, verrät Benedikt Heche vom Organisationsteam. Die „Special Olympics Deutschland“ (SOD), die Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung, kooperiert dafür mit der Online-Plattform „sportme“. Alle können mitmachen und ab sofort für den guten Zweck laufen, wo und wie viel sie wollen. Dann sendet man sein Ergebnis, die Lauf-Story und die gelaufene Strecke zu „sportme“ – und der Konzern ABB spendet für jeden Läufer.

Ein „heldenhaftes Kulturprogramm“ flankiert das Sportgeschehen, sagt Miriam Plump aus dem Organisationsteam. Schließlich lautet das Motto der Spiele: „In jedem von uns steckt ein Held.“ Es gibt Ausstellungen in Bremer Bibliotheken zum Thema „Leben mit geistiger Behinderung“, ein Benefizkonzert der Bremer Philharmoniker und Filmvorführungen im Bremer Kino „Cinemaxx“. Bereits am Donnerstag, 29. April, um 19 Uhr wird in der Kulturkirche St. Stephani die Ausstellung „Fair play – Blaumeiers große Sportschau“ eröffnet. Die 23 großformatigen Bilder sind vom 30. April bis 18. Juli dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr in der Kirche zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Und nicht nur die Sportler, alle Bremer sollen aktiv an den Spielen teilnehmen und „Flagge zeigen“. Und Barrieren entdecken, die für Behinderte Alltag sind – in einem Rollstuhl-Parcours mit 16 Stationen beispielsweise.

WWW.

specialolympics.de

nationalgames.de

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