Von Thomas Kuzaj

Das ganz andere Bremen-Gefühl

Bremen - · Tradition: Morgen, Freitag, feiern 300 Teilnehmer die 466. Schaffermahlzeit im Bremer Rathaus. Mehr als 40 Journalisten haben sich akkreditiert, um von dem Traditionsereignis zu berichten.

Ehrengast ist – wie berichtet – Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). In seiner halbstündigen Rede (live im Nordwestradio) wird er ab 18.30 Uhr sicher etwas von den nachbarschaftlichen Beziehungen Bremens und Niedersachsens erzählen. Jüngst erst gab es ja einen Streit um ein Lastwagenfahrverbot in Kattenturm, bei dem Wulff sich schriftlich über eine Belastung des nachbarschaftlichen Verhältnisses beklagte. Nach Ernst Albrecht (CDU) und Sigmar Gabriel (SPD) ist Wulff der dritte Ministerpräsident aus Niedersachsen, der als Ehrengast an dem ältesten Brudermahl der Welt teilnimmt.

Die Schaffermahlzeit gilt als eine der wirkungsvollsten Visitenkarten Bremens. „Alle, die einmal eine Schaffermahlzeit besucht haben, kommen mit einem ganz anderen Bremen-Gefühl nach Hause“, sagt Michael Schroiff, Verwaltender Vorsteher der Stiftung Haus Seefahrt.

Auf dieses veränderte Bremen-Gefühl können sich unter anderem die Botschafter des Königreiches Norwegen, der Republik Südafrika, der Republik Finnland und der Republik Lettland einstellen.

Zugesagt haben zudem beispielsweise Daimler-Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche, der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski und Dr. Bernhard Reutersberg, der Vorstandschef der E.ON Ruhrgas AG. Die Hamburger Handelskammer ist sozusagen gleich doppelt dabei – mit ihrem Präses Frank Horch und mit ihrem Hauptgeschäftsführer Professor Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Den Stifterverband der deutschen Wissenschaft vertritt dessen Generalsekretär, Professor Andreas Schlüter. Aus Köln kommt Konrad Adenauer ins Bremer Rathaus – der älteste Enkel des ersten Bundeskanzlers. Den Hochadel vertritt Seine Durchlaucht Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein.

· Originale: Zu Bremens Erzähltraditionen gehört die Geschichte von Heini Holtenbeen, der eigentlich Jürgen Heinrich Keberle hieß und von 1835 bis 1909 lebte. Im Schnoor erinnert ein Denkmal an den Mann, der ein lahmendes Bein hatte und für seine sehr schlagfertigen plattdeutschen Sprüche stadtbekannt war. Nun wird der leidenschaftliche Zigarrenraucher wieder lebendig – am Donnerstag, 18. Februar, in der Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr im Hauswirtschaftsmuseum „Köksch un Qualm“ in der Zigarrenfabrik an der Stader Landstraße 46 (Bremen-Nord). Kai Willi Schröder spielt Holtenbeen. Was treibt das Original aus der Altstadt nach Bremen-Nord? Die Frage beantwortet man dort so: „Seit der Krise beklagt Heini die mangelnde Bereitschaft der Börsenkaufleute, ihm mit einem ‚Darlehen‘ – wie er sein Schnorren beschönigend nennt – über die Runden zu helfen.“

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