Bremer Ingenieurbüro entwirft Hausboote / Liegeplätze im Europahafen

Futuristische Immobilien

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Noch ist es eine Vision: das futuristische Hausboot am Steg des Europahafens.

Bremen - Von Jörg Esser. Wohnen am Wasser liegt in Bremen im Trend. Die Überseestadt – sie zieht Bauherren und Mieter an. Und auch die Pläne für das Wohnen auf dem Wasser werden konkreter. Das Bremer Ingenieurbüro CTR hat futuristische Hausboote entworfen und will möglichst noch im Sommer ein Muster-Hausboot im Europahafen „an den Steg legen“.

Die Weichen sind gestellt. Die Stadt habe Liegeplätze für Hausboote im Europahafen beschlossen und genehmigt, sagt CTR-Betriebswirt Burkhard Jahns. „Wir hocken in den Startlöchern.“ Das heißt: CTR wartet auf Aufträge. Und dafür haben die Bremer mit der Firma Johann Hollmann aus Stuhr ein Bauunternehmen ans Wasser geholt.

Es gebe bereits eine konkrete Anfrage für den Bau eines Hausbootes. Der Interessentin schwebe allerdings ein Liegeplatz an der Kleinen Weser vor, so Jahns. Dafür allerdings liegt noch keine Genehmigung der Stadt vor. Das Projekt sei angedacht, heißt es.

Drei Modelle hat die junge Architektin Erika Pekusova entworfen – drei Grundtypen mit Wohnflächen von 50 bis 80 Quadratmetern und zwei bis vier Zimmern auf zwei Etagen. Und mit Terrassen im Außenbereich. „Alle Details der Innenausstattung werden nach individuellen Wünschen in die Nutz- und Wohnfläche integriert“, sagt Pekusova.

Auch bei der Fassade hat der Kunde die Wahl – zwischen Holzverschalung, Wellblech und Strukturputz. Als schwimmendes Fundament dient ein Stahlbeton-Ponton. Errichtet wird das Hausboot dann in Holzständerbauweise.

„Der Ponton ist das Grundstück“, sagt Jahns. Der Steg, an dem das Hausboot festmacht, bleibt im Eigentum der Stadt. Der Hausboot-Besitzer pachtet den Liegeplatz und die Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Heizung. Kostenpunkt: um die 1 700 Euro pro Jahr, schätzt Jahns.

Die CTR-Hausboote können schwimmen. Aber nicht fahren. „Sie haben keine Sportbootzulassung“, sagt Bernd Schovanka, technischer Redakteur aus dem Ingenieurbüro. Umzüge sind trotzdem möglich. „Das Hausboot lässt sich an einen anderen Platz verlegen. Es muss allerdings geschleppt werden.“ Schließlich kann ein Hausboot überall da hingelegt werden, wo es eine entsprechende Genehmigung gibt. Das alles ist noch Zukunftsmusik. Noch fehlen ja die Aufträge. Aber das CTR-Team ist zuversichtlich, für das Musterboot Finanziers zu finden. Vielleicht schon bald. Die Bauzeit beziffert Jahns auf etwa vier Monate. „Wir wollen zentral auf einer Werft bauen und das Hausboot dann verschiffen“, sagt Hollmann-Geschäftsführer Lutz Hollmann. Am Steg bekommt das schwimmende Eigenheim seinen Feinschliff.

Und was kostet die futuristische Immobilie auf dem Wasser? Die Vier-Zimmer-Version beginnt bei 150 000 Euro.

http://www.ctr-bremen.de

http://www.jhollmann.de

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