Fußstreifen, Fahnder und private Dienste 

Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt: „Kein Hinweis auf eine konkrete Bedrohung“

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Schon schön geschmückt – der Weihnachtsbaum auf dem Bremer Marktplatz.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Spätestens seit dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin im vorigen Jahr ist das Thema präsent: Sicherheit auf Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten.

In Bremen soll es wieder ablaufen wie auch schon in den vergangenen Jahren – die Polizei ist auf Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“ mit uniformierten Fußstreifen und Zivilfahndern präsent. Die Organisatoren schicken zudem private Sicherheitsdienste auf den Weg, so Großmarkt-Chef Uwe Kluge.

„Wir beraten das Wirtschaftsressort zu diesem Thema“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei selbst orientiere sich an den Gefährdungsprognosen des Bundeskriminalamts (BKA). „Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor.“ Es gebe keinen Hinweis auf eine konkrete Bedrohung. Man stehe durchgängig im engen Austausch mit anderen Sicherheitsbehörden und den Marktbetreibern, so die Polizei.

Lautes Schreien in bedrohlichen Situationen

Alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit ist neben der Sicherheit auch der Schutz vor Taschendieben ein großes Thema. Enge und Gedränge, unübersichtliche Situationen – Taschendiebe, die oft arbeitsteilig und professionell vorgehen, lieben solche Veranstaltungen, heißt es bei der Polizei. „Innerhalb weniger Sekunden sind Portemonnaie, Smartphone oder Autoschlüssel verschwunden“, so ein Sprecher.

Die Polizei rät: „Wenn Sie sich in einer bedrohlichen Situation befinden oder sogar körperlich bedrängt werden, machen Sie durch lautes Schreien auf sich aufmerksam und versuchen Sie, Unbeteiligte direkt und aktiv zur Hilfeleistung aufzufordern.“ Und: „Verständigen Sie bitte umgehend die Polizei über den Notruf 110.“

Sperr-Notruf 116 116

Geld und Zahlungskarten sowie Telefone sollten „immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper“ getragen werden. Und, so der Sprecher weiter: „Lassen Sie Ihre Handtasche oder Jacke niemals unbeaufsichtigt.“ Hand- oder Umhängetasche sollten stets „mit der Verschlussseite zum Körper“ getragen werden – und natürlich auch tatsächlich geschlossen sein.

Wird trotzdem etwas gestohlen, rät Dr. Annabel Oelmann von der Bremer Verbraucherzentrale: „Lassen Sie sofort alle Karten sperren. Am einfachsten geht das telefonisch über den zentralen Sperr-Notruf 116 116.“

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