Fußball mit Spaß und lockeren Regeln

Schauburg Bremen zeigt „Die Würde des Balles“

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Nanu, was steht denn da hinter dem Torpfosten? Sieht aus wie eine Bierflasche. . . Szene aus dem Film „Die Würde des Balles – oder: Fußball gegen die Ordnung“. Regisseur Max Meis stellt den Film am Sonntag 12. November, in der „Schauburg“ vor.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Große Geschäfte, große Geldsummen, nicht immer große Leistungsbereitschaft – der Profi-Fußball, so empfinden es viele Fans, entfernt sich von seiner Basis, sprich: von seinem Publikum. Zuweilen sonderbar wirkende Anstoßzeiten nach Fernseh- und nicht nach Fanwunsch tun ein Übriges.

Mitten in diese Stimmung hinein zielt ein Film, den die „Schauburg“ (Vor dem Steintor 114) am Sonntag, 12. November, um 20.30 Uhr zeigt: „Die Würde des Balles – oder: Fußball gegen die Ordnung“, eine Dokumentation mit anschließender Publikumsdiskussion. Zu der Vorstellung wird auch Max Meis, der Regisseur des Films, erwartet.

Sein Thema ist die nostalgische Sehnsucht nach dem Fußballsport in seiner ursprünglichen Form. Sie äußert sich beispielsweise in dem Spielbetrieb der „Wilden Ligen“, die – unabhängig vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), all der Show und all dem Geschäft – auf Gemeinschaft, Nähe und Spaß am Sport setzen. Auf Dinge also, die im Profi-Zirkus so mancher vermisst.

Ursprünge schon in den 70er Jahren

„Bereits in den 70ern kehrten Fußballer in Bielefeld dem DFB den Rücken und organisierten ihre eigenen Mannschaften und Turniere. Diesem Geist entwuchs in Bielefeld die erste ,Wilde Liga‘. Hier wird abseits der DFB-Strukturen gekickt, in einem lockeren Regelwerk – ohne Schiedsrichter, ohne Verband und ohne Trainer“, heißt es in einer Vorschau. Die Teams haben Phantasienamen wie „Laufen soll‘n die Andern“ und „Hangover 96“.

In Bremen gründete sich 1993 die „Wilde Liga“. Sie „genießt heute mehr Zuspruch denn je“, so Marc Sifrin von der „Schauburg“. „Dieser Film porträtiert die Mutter aller ,Wilden Ligen“ in Bielefeld sowie die Deutsche Alternativ-Meisterschaft.“ Und: „Spieler im Trikot ihrer Freizeitmannschaft erhalten einen Euro Ermäßigung – ob gewaschen oder ungewaschen!“

Vom Fußball zur Diplomatie: Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) empfängt am Dienstag, 14. November, den Botschafter der – wie es in voller Schönheit heißt – Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka, Karunasena Hettiarachchi, zum Antrittsbesuch in der Oberen Rathaushalle.

Sieling bekommt Besuch aus Sri Lanka

Der Diplomat trägt sich ins Goldene Buch Bremens ein. Anschließend folgt ein Gespräch mit Sieling in der Güldenkammer. Weitere Gespräche führt der Botschafter im Haus der Bürgerschaft und bei der Handelskammer im Haus Schütting. Honorarkonsul von Sri Lanka in Bremen, Thomas Kriwat, begleitet Hettiarachchi. Der Honorarkonsul ist seit Juli 2012 im Amt und für Bremen und Niedersachsen zuständig.

„Osmans Alltag“: Lesung im Ratskeller

„Osmans Alltag – Alles getürkt!“ Der Bremer Satiriker Osman Engin stellt sein neues Buch im Ratskeller vor. Termin: Sonntag, 12. November, 11 Uhr. Engin tritt im Rahmen der Reihe „Poesie im Bremer Ratskeller“ auf, die Lothar Pohlmann vom Landesbetriebssportverband (LBSV) organisiert.

„Osman Engin ist Meister der politisch unkorrekten Satire – und viele halten ihn für den türkischen Ephraim Kishon“, sagt Pohlmann. Geboren wurde Engin 1960 in Izmir. Seit seinem zwölften Lebensjahr lebt er in Deutschland. Er wohnt in Bremen. Seit 1983 veröffentlicht der studierte Sozialpädagoge regelmäßig satirische Kurzgeschichten aus dem deutsch-türkischen Alltagsleben. Bis heute erschienen Texte von Engin auch in deutschen, französischen, dänischen, holländischen, schwedischen und kanadischen Schulbüchern.

Im Hörfunk ist der Satiriker regelmäßig mit seinen Beträgen aus dem „Alltag im Osmanischen Reich“ zu hören („Cosmo“, früher „Funkhaus Europa“). Und nun eben bei Lothar Pohlmann im Bremer Ratskeller.

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