Neujahrstreffen der Kommunikationsbranche im Haus Schütting: Internet-Meinungsführer im Fokus

Die Furcht vor dem Kontrollverlust

Chancen des „Social Web“ zeigte Radiomacher Markus Kühn beim Neujahrstreffen der Kommunikationsbranche im Haus Schütting auf. ·

Bremen - Von Viviane Reineking. Über „Kommunikation und Marken im Wandel“ sprach Markus Kühn, Geschäftsführer des Berliner Radiosenders „Flux FM“, auf der neunten Ausgabe der „wel.come“-Neujahrsmatinee der Kommunikationsbranche im Haus Schütting.

„Er hat Sendungsbewusstsein“, kündigte Handelskammer-Präses Otto Lamotte den Gast aus der Hauptstadt an. Gesendet wird „Flux FM“ (ehemals „Motor FM“) nicht nur in Berlin, sondern auch in Stuttgart und Bremen über UKW – und natürlich per Live stream über das Internet.

Die Kommunikationsformen im weltweiten Netz stellen die Branche vor immer neue Herausforderungen und führen zu einer Dauerdebatte: „Es herrscht ein bisschen Furcht, die Kontrolle über die Kommunikationsabläufe zu verlieren“, so Bremens Marketing-Chef Klaus Sondergeld, außerdem Präsident des Marketing-Clubs. Dieser veranstaltet die jährliche Zusammenkunft gemeinsam mit regionalen Akteuren; darunter sind die Handelskammer Bremen, der „Klub Dialog“ und der Kommunikationsverband Wirtschaftsraum Bremen.

Radiomacher Kühn hat Erfahrung mit Kommunikation und Marken im Wandel. Zuletzt machte sein Radiosender Schlagzeilen mit der Namensänderung. „Die alte Marke hatte eine strategische Wachstumsgrenze“, da er in der Öffentlichkeit falsche Assoziationen an Autos und Motorsport hervorgerufen habe. Mit dem Namenswechsel ging auch eine Programmänderung einher. Verstärkt setze der Sender nun auf die Beteiligung seiner Hörer. Eine große Rolle spielen die Internetseite des Senders sowie Plattformen wie „Facebook“ und Kommunikationswege wie „Twitter“.

Zur aktuellen Situation der unterschiedlichen Mediengattungen weiß der Experte: „Das reine Freizeitmedium Fernsehen hat seine Rolle als Leitmedium bei jungen Menschen an das Internet abgegeben.“

Wurde dem Radio früher die Funktion eines Begleitmediums zugeschrieben, entwickle sich diese heute zu seinem Vorteil, so Kühn. Das Internet mit einer täglichen Durchschnittsnutzungsdauer eröffne den klassischen Medien einen neuen Verbreitungskanal. Als Echtzeitplattform in Zeiten der Smartphones habe es neue Machtverhältnisse geschaffen. „Der Einfluss des Einzelnen ist gestiegen“, so Kühn – keine wirklich neue Erkenntnis. Es gelte, die Meinungsführer des „Social Webs“ zu erreichen. Sie beeinflussen auch die klassischen Medien über den Kreis einer Internet-Gemeinschaft hinaus. Es werde über sämtliche Personen und Marken im Netz gesprochen. „Da muss man einen gewissen Kontrollverlust hinnehmen.“

Nicht alle Hörer seien mit den Neuerungen des Radiosenders einverstanden – aber: „Der offene Umgang mit Kritik hat sich gelohnt“, sagte Kühn.

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