ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

„Fritz“-Theater: Heimspiel mit „Corona-WG“

„Shit happens“: Pago Balke zieht es im Alten Pumpwerk in die Unterwelt. Und er erzählt auch von Kanaldeckeln mit Rechtschreibfehlern.
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„Shit happens“: Pago Balke zieht es im Alten Pumpwerk in die Unterwelt. Und er erzählt auch von Kanaldeckeln mit Rechtschreibfehlern.
  • Jörg Esser
    vonJörg Esser
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Bremen – Das „Fritz“-Theater startet in den nächsten Wochen wieder durch. Mit Volldampf. Und zwei Premieren an zwei Spielorten.

Im Schnelldurchlauf: Am Donnerstag, 30. Juli, feiert im Metropol-Theater am Richtweg um 19.30 Uhr eine „typisch deutsche Musikkomödie“ ihre Premiere – „Camping“. Etwas mehr als zwei Wochen später öffnet das „Fritz“ nach fünfmonatiger Schließung wieder die Pforten der Heimspielstätte am Herdentorsteinweg 39. Die Gästezahl ist begrenzt, Abstands- und Hygienevorschriften fordern ihren Tribut. „Aber es heißt wieder: In Bremen geht man zum Lachen in den Keller“, sagt Theaterchef Christopher Kotoucek. Das Comeback steigt am Sonnabend, 15. August, mit der Travestie-Musik-Komödie „Flying Sisters am Boden – Neues aus der Corona-WG“. Beginn ist um 20 Uhr.

Hinein in die Stücke: „Camping“ erzählt die Geschichte des Ehepaars Schönborn (Philipp Trant und Sarah Fleige), das Jahr für Jahr im Urlaub immer denselben Campingplatz im Harz ansteuert. Doch plötzlich ist alles anders. Und das hat nichts mit Corona zu tun. Sondern mit einem seltsamen Pärchen, das den Stammplatz der Schönborns blockiert. Die schrulligen Müllers (Maria Kristina Nissen und Christopher Ciraulo) haben außerdem einen ganz anderen Musikgeschmack. Das ist es auch gut so. „Camping“ ist ja eine Musikkomödie. Und so katapultiert Regisseur Tim Reichwein Schlager von Udo Jürgens, Sarah Connor, Andrea Berg, Jürgen Drews und Roberto Blanco ins Stück. Übrigens: Auch Zeltplatzbetreiberin Rita (Cindy Walther) sowie die Maulwürfe „Kurt“ (Stimme: Christopher Kotoucek) und „Hilde“ (Stimme: Lena Wischhusen) mischen mit.

„Camping“ steht bis 22. August im Metropol-Theater auf dem Spielplan. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Zwei Stewardessen in Quarantäne

„Flying Sisters am Boden – Neues aus der Corona-WG“ erzählt die Geschichte der beiden Stewardessen Gaby und Beate, die nach der Insolvenz ihrer Fluggesellschaft in eine WG ziehen mussten. Die überdrehten Damen wollten einen Beautysalon eröffnen, hocken aber jetzt dank Corona sieben Tage die Woche 24 Stunden lang aufeinander. Neben einem „Feuerwerk der frechen Sprüche“ erklingen unter anderem Songs von Reinhard Mey, Trude Herr und Donna Summer. Es spielen und singen Kim Bärly und Tim Reichwein. Nach der Premiere am 15. August sind weitere Aufführungen am 21. und 22. August jeweils um 20 Uhr im Lachkeller geplant.

„Shit happens“

Das Alte Pumpwerk in Findorff (Salzburger Straße 12) setzt derweil am Freitag, 7. August, die Veranstaltungsreihe „Cultur contra Corona“ in der historischen Maschinenhalle fort – und zwar mit dem in Riede lebenden „Bremer Stadtkomödianten“ Pago Balke und seiner Unterwelt-Führung „Shit happens“. Da die für 19 Uhr angekündigte Vorstellung ausverkauft ist, bietet Pago Balke um 21 Uhr einen zweiten Durchgang an. Er philosophiert über das gemeinhin Unaussprechliche, über feine Pinkel, römische Toilettenkultur und die Bremer Kanalisation. Wegen der Coronaregelungen müssen sich die Besucher unter info@pagobalke.de verbindlich anmelden. „In der Reihenfolge der Anmeldungen erhalten sie eine Bestätigung für die Teilnahme oder eine Absage, sobald das Kontingent ausgeschöpft ist“, heißt es. In der Veranstaltungsreihe „Cultur contra Corona“ werden keine Eintrittspreise festgesetzt. Es werde stattdessen um Spenden gebeten, die den Künstlern zugutekommen, sagt Dieter Voigt vom Förderverein Altes Pumpwerk.

Eisshow ein Jahr später

Corona fegt derweil weiterhin die Terminpläne durcheinander. Die Veranstalter der Eisshow „Holiday on Ice“ haben die für Februar 2021 in Bremen geplante Show um ein Jahr auf Mittwoch bis Sonntag, 23. bis 27. Februar 2022, verschoben. „Der Gesundheitsschutz unserer Gäste und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Wir können als international agierendes Unternehmen unter den derzeitigen Bedingungen eine Tour in 2020/2021 weder ausreichend vorbereiten noch deren Aufführung garantieren“, sagte Peter O’Keeffe, Produzent von „Holiday on Ice“.  JÖRG ESSER

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