Einzelhändler mit Umsätzen zufrieden

„Frisches Geld in der Stadt“

Die Wochen vor Weihnachten haben die Erwartungen der Einzelhändler erfüllt. Der „stationäre Handel“ floriert. ·
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Die Wochen vor Weihnachten haben die Erwartungen der Einzelhändler erfüllt. Der „stationäre Handel“ floriert. ·

Bremen - Von Jörg Esser. Das Weihnachtsgeschäft ist (fast) gelaufen. Nur noch die Last-Minute-Einkäufer tummeln sich heute in den Geschäften. Die Weihnachtsmärkte werden in Bremen bereits abgebaut. Und es gab „mehr Besucher als je zuvor“, sagt Peter Siemering, Chef der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ). Auch die Einzelhändler sind mit den Umsätzen der Adventswochen zufrieden.

Carl-Hans Röhrßen, Geschäftsführer des Schaustellerverbandes, spricht von 1,5 Millionen Besuchern auf dem Weihnachtsmarkt und dem „Schlachte“-Zauber. Das sind dann rund 100 000 mehr als vor einem Jahr, obwohl die Märkte fünf Tage kürzer waren. „Das war ein gewaltiger Andrang“, sagt Johannes Faget, der „Piratenkapitän“ aus dem Freibeuterdorf an der Schlachte. Thomas Ledwig vom Großmarkt, der den „Zauber“ am Weserufer auf die Beine stellt, ergänzt: „Das Wetter hat mitgespielt.“ Fast kein Schnee, nur wenige Regentage, die Temperaturen nur selten unter null Grad – das passte einfach.

Auch die Mixtur passt – mit Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“ habe Bremen ein „wunderbares Angebot“, sagt Siemering. Das locke immer mehr Gäste aus ganz Deutschland und ganz Europa an. „So eine Kombination hat keine andere Stadt“, sekundiert Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative, der Vereinigung der Innenstadt-Einzelhändler. Die vielen Besucher aus England, Holland, Finnland, Italien und Spanien „bringen frisches Geld in die Stadt“, fährt Halves fort. Auf die Märkte sowie in die Kaufhäuser und Geschäfte. „Die Leute sind bereit zu konsumieren.“

Die Innenstadthändler sprechen laut Halves von einem „guten Weihnachtsgeschäft auf Vorjahresniveau“. Es habe keine Umsatzsprünge gegeben, jedoch einige sehr positive Ausreißer. „Trendige Mode boomt“, sagt Halves. Die City-Bilanz lässt dem Vernehmen nach auch auf die großen Einkaufszentren „Waterfront“, Weserpark und Roland-Center übertragen. Und grob auch auf die Stadtteile. Zwei Drittel der befragten Geschäftsleute seien mit den Umsätzen in der Vorweihnachtszeit „zufrieden bis sehr zufrieden“, sagt Norbert Caesar, der Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Nordsee.

Zum Weihnachtseinkauf zieht es die Bremer offensichtlich immer noch „in den stationären Handel“, stellt Halves erfreut fest. Der Online-Handel habe „nicht so viel weggefressen“ wie häufig befürchtet. Der Chef der City-Initiative geht davon aus, dass vor allem die Leute, die früher im Versandhandel bei Neckermann, Quelle und Otto bestellt haben, heute bei Zalando, Amazon und Co. einkaufen. Doch auch deren Kassen klingeln. Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt jedenfalls rechnet vor, dass in der Adventszeit in Bremen doppelt so viele Pakete befördert werden wie an normalen Tagen. Und da sind es drei Millionen. Fürs Weihnachtsgeschäft hat die Post auch ihr Personal aufgestockt – in Bremen hat der „gelbe Riese“ laut Hogardt für drei Monate 240 zusätzliche Kräfte an Bord geholt.

Nach dem Fest geht‘s weiter. Die Umtausch lawine rollt auf die Einzelhändler zu. „Und die Gutscheine werden eingelöst“, heißt es. Das Roland-Center in Huchting hat vorgesorgt – und für Sonnabend, 29. Dezember, sogleich ein „Mitternachts-Shopping“ angesetzt. Einkaufen bis zur Geisterstunde.

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