Am Freitag Theaterpremiere im Gefängnis

Filmriss

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Felix Reisel, einer der beiden Regisseure.

Bremen - Ohne Erinnerung an die vergangene Nacht aufzuwachen, ist nie angenehm. Passiert es aber in einer Gefängniszelle, drängt die Frage noch nachdrücklicher: „Wie bin ich hierhergekommen?“ Für einige jugendliche Inhaftierte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Oslebshausen war sie der Ausgangspunkt, das Theaterstück „Haus am See“ zu entwickeln.

Nach vier Monaten Vorbereitung unter der Regie von Alexander Hauer und Felix Reisel vom Kulturprojekt „Opus Einhundert“ steht am Freitag, 20. November, die Premiere an. Es ist die einzige Aufführung des Stücks. In sechs Episoden erzählen die Jugendlichen von ihrem Leben und bedienen sich aus einem reichhaltigen Fundus schlechter Erfahrungen. „Mit ihren eigenen Geschichten sind sie am stärksten“, sagt Hauer. Einer kam als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Marokko. Von seiner zweijährigen Odyssee erzählt er als Abenteuer. Auch die anderen führt die Rekonstruktion der Ereignisse an Sehnsuchtsorte, von Sylt bis Monaco, um doch wieder im Knast zu enden – gefangen in einer Zeitschleife, wie 1993 Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Es ist das vierte Stück, das „Opus Einhundert“ und der Verein Bremische Straffälligenbetreuung in der JVA auf die Bühne bringen. Zur Premiere ist jeder Interessierte eingeladen. Dazu ist bis morgen, Mittwoch, per Mail eine Anmeldung mit Namen, Adresse und Geburtsdatum an „vbs@straffaelligenhilfe-bremen.de“ oder telefonisch unter 0421/6969-7736 notwendig. Treffpunkt am Freitag ist um 17.45 Uhr an der JVA-Pforte (Am Fuchsberg 3). Der Personalausweis ist mitzubringen, Handys sind nicht erlaubt.

jpk/gn

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