Am Freitag beginnt der 980. Bremer Freimarkt / 335 Zulassungen

Adrenalinkick im Freifallturm

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Schriftzug am Haken: Aufbauarbeiten auf der Bürgerweide.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eine „Familien-Volksfest“ soll er sein, der Bremer Freimarkt, und sich damit auch unterscheiden von den Veranstaltungen in München und Stuttgart. So sagt es Marktmeister Raimund Klug, der mit seinem Team in diesem Jahr 335 Zulassungen erteilt hat. Ausgewählt aus 1211 Bewerbungen.

Fünf Prozent mehr als im Vorjahr, wie Klug nicht ohne Stolz erwähnt. Bei den Schaustellern also ist ein Platz auf der Bürgerweide begehrt. Unter den Zulassungen sind 30 Fahr- und Laufgeschäfte sowie 19 Kinderkarussells. „Aber auch für die Adrenalinfreunde ist einiges dabei“, sagt Klug. Der 980. Bremer Freimarkt, zu dem die Schausteller etwa vier Millionen Besucher erwarten, beginnt am Freitag, 16.Oktober. Er dauert dann bis einschließlich Sonntag, 1. November. Danach müssen Adrenalinfreunde ihre Adrenalinkicks anderswo suchen. Und Kinder wieder andernorts ihre Runden drehen.

Aber jetzt geht‘s erstmal rund. Und wie! Einige der Neuheiten und Attraktionen:

Ganz neu und erst seit dem Sommer auf Reisen ist der 85 Meter hohe Freifallturm „Hangover“, der in der Nähe des Schlachthofs steht. Hier geht‘s mit einer Geschwindigkeit von 25 Metern pro Sekunde in die Tiefe. Marktmeister Klug mit hanseatischem Understatement: „Das ist schon nicht ohne.“

Neu ist auch der „Kick Down“. Klug: „Sieht aus wie ‘ne Bratpfanne.“ Und: „Die Bratpfanne dreht sich in sich. Der Magen freut sich sicherlich.“

„Crazy Outback“ ist ein neues Laufgeschäft im Australien-Look. Auf zwei Etagen geht‘s unter anderem in eine Koala-Waschanlage.

Die „Teststrecke“ ist eine Achterbahn im Formel-Eins-Stil – mit Doppel-Looping (der bei echten Autorennen nicht vorkommt).

„Auf Manitus Spuren“ entführt eine Wildwasserbahn, die ihre Fahrgäste auf eine Indianerfahrt im Baumstamm mitnimmt. Klug: „Auch eine schöne Rückwärts-Schussfahrt ist dabei.“

Drehende Gondeln, Türme mit Feuerfontänen – der „Spuk“ kommt aus Holland und ist eine Mischung aus Achter- und Geisterbahn.

Wieder auf der 100000 Quadratmeter großen Freimarkt-Fläche dabei ist der giftgrüne „Konga“ mit 45 Metern Flughöhe und einer Schaukelgeschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.

Wieder da ist auch die „Wilde Maus XXL“ mit ihren 605 Metern Schienenlänge.

Eine Kugel an zwei Bungee-Seilen in 50 Metern Höhe – der „Hot Shot“. Klug: „Ich glaube, das ist ein richtiger Adrenalinstoß.“

18 Meter hoch ist die „Bayern-Rutsche“ mit sechs Wellen in der 56 Meter langen Rutschbahn.

Was kostet der Spaß? Für Erwachsene zwischen 1,80 Euro und 15 Euro. Bei Kinder-Tickets reicht die Preisspanne von 1,80 Euro bis fünf Euro. Bier (0,25 Liter) gibt es ab 2,50 Euro. Eine Maß kostet in Bremen 9,60 Euro. In München hatte der Preis schon über der Zehn-Euro-Grenze gelegen.

Der 980. Bremer Freimarkt öffnet montags bis donnerstags und sonntags in der Zeit von 13 bis 23 Uhr – sowie freitags und sonnabends von 13 bis 24 Uhr. Am Eröffnungstag gilt: 16 bis 23 Uhr.

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