Erstmals 20 000 Besucher auf der Bürgerweide

Bremer Freimarkt: Volles Haus

Jede Menge Trubel herrschte am verkaufsoffenen Sonntag in der Bremer Innenstadt rund um Roland und Marktplatz. Davon profitierten auch die Schausteller des Kleinen Freimarkts.
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Jede Menge Trubel herrschte am verkaufsoffenen Sonntag in der Bremer Innenstadt rund um Roland und Marktplatz. Davon profitierten auch die Schausteller des Kleinen Freimarkts.

20 000 Menschen dürfen zu Corona-Zeiten gleichzeitig auf den Bremer Freimarkt. Am Wochenende wurde diese Besucherzahl zum ersten Mal erreicht.

Bremen – Einmal an einer der beiden Einlassstellen den 3G-Nachweis und Ausweis zeigen – und los geht es! Bei schönem Wetter erobern die Besucher am Sonnabend den Freimarkt. Es füllt sich zügig. Und auch Sonntag ist bei strahlendem Sonnenschein jede Menge los. Auch in der Stadt rund um den Kleinen Freimarkt, denn der verkaufsoffene Sonntag zieht Publikum an.

Am Nachmittag sind 10 000 Menschen gleichzeitig auf der Bürgerweide. Ab etwa 20 Uhr ist erstmals die Zahl der erlaubten 20 000 Besucher erreicht, freut sich Susanne Keuneke, Vorsitzende des Verbands Bremer Schausteller und Marktkaufleute. Die Schaustellerin ist mit einem Imbiss auf dem Markt. „Es herrscht Aufbruchsstimmung“, sagt sie. Sie ist zufrieden, das ist auch immer wieder von anderen Schaustellern zu hören. Die Besucher, die mit 3G-Regel aufs Gelände kämen, seien aktiv. Heißt: Sie kaufen, verzehren, fahren Karussell. Keuneke freut sich mit den Kindern, die nach zwei Jahren Marktpause wegen Corona wieder ins Kinderkarussell dürfen, etliche das erste Mal überhaupt. „Man sieht viele strahlende Kinderaugen“, sagt sie.

Neben seinem „Hollywood Casino“ steht Schausteller Matthias Stummer.

Es sind besonders die Familien mit Kindern, die sich nachmittags munter auf den Weg durch das bunte Freimarktsgeschehen machen. Es dauert nicht lange, dann ist an vielen der bunten Spielbuden einiges los. Auch füllt es sich im „Hollywood Casino“ von Matthias Stummer aus Bruchhausen-Vilsen. Hier stehen Automaten mit Greifern und Schiebern. Der Spielstand richtet sich an die ganze Familie. In diesem Jahr sei mehr Familienpublikum unterwegs, genau das Publikum, was Betreiber von Familiengeschäften bräuchten.

Freimarkt: T-Shirts mit frechen Sprüchen

Ein Ort zum Schmunzeln: T-Shirts mit frech-witzigen Sprüchen gibt es am Stand von Michelle Baumann aus Stuhr. Im Angebot sind auch Shirts, die auf die eigene Schönheit hinweisen. „Hier der Beweis: Bier macht schön!“ Oder: „Viele Mütter haben schöne Kinder, meine musste wieder übertreiben.“ Eine interessante Sicht der Dinge: „Ja, verdammt! Meine Eltern wohnen noch bei mir.“ Baumanns persönlicher Lieblingsspruch: „Normalität betrifft mich nicht“. Sie denkt sich die flotten Sprüche selbst aus. Im Internet ist sie mit den Shirts bewusst nicht vertreten. Baumann ist das Risiko zu hoch, dass die Sprüche kopiert werden.

In dem bunten Treiben bei angenehmen Wetter am Sonnabend sind die beiden Tage davor, an denen der Freimarkt wegen der Sturmlage verspätet öffnete, bald vergessen. Volle Gänge, echtes Freimarktsfeeling. Mit zunehmenden Besucheraufkommen machen auch immer mehr Menschen einen Stopp und setzen sich in die gastronomischen Betriebe. Peter Stratmann ist mit „Stratmanns Kleiner Schänke“ aus Vechta auf dem Markt. An der Theke sind ein Ein- und ein Ausgang markiert, damit sich die Gäste nicht zu nahekommen. Die Besucher sind laut Stratmann gut gelaunt und freundlich.

Bremer Freimarkt: Auszeit im Biergarten

Immer wieder berichten die Schausteller von einem Nachholbedürfnis bei den Besuchern. Klaus Renoldi aus Bremen von „Hanse-Garten“ und „Hanse-Kogge“ erzählt von Menschen, die einfach wieder feiern wollen: „Man merkt, die Leute wollen wieder raus.“ Es gebe keine Probleme mit Aggressionen. Der „Hanse-Garten“ biete wegen der Corona-Pandemie 40 Prozent der Fläche des sonst aufgebauten „Hansezeltes“. In den Sitzboxen an der Seite ist eine Registrierung mit der Luca-App nötig. Im inneren Bereich besteht keine Pflicht zur Registrierung, sie ist aber möglich. Renoldi zieht wie weitere Befragte ein positives Zwischenfazit. „Für die Verhältnisse, die wir aufgebaut haben, sind wir sehr zufrieden“, betont er.

Zufrieden sein konnten am verkaufsoffenen Sonntag auch die Einzelhändler in der Innenstadt und angrenzenden Vierteln. Menschenmassen zogen durch Obernstraße und Sögestraße. In den Geschäften war jede Menge los.

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