Freimarkt: „Oma-Opa-Enkel-Tag“ feiert gelungene Premiere

Helden mit Ausdauer

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Oma-Opa-Enkel: „Wunderbar, einfach großartig!“, lautete das Fazit zum Aktionstag von Oma Alma, Opa Werner und den Enkelkindern Farina (10) und Ansgar (8) aus Bremen.

Bremen - Von Steffen Koller. An der linken Hand zerrt der junge Blondschopf mit Nachdruck seine Großmutter Richtung Fahrgeschäft, die große Schwester will aber viel lieber ein Lebkuchenherz vom nächstgelegen Verkäufer. Beim „Oma-Opa-Enkel-Tag“, der gestern beim Bremer Freimarkt seine gelungene Premiere feierte, hatten Großeltern alle Hände voll zu tun.

Neben einer gehörigen Portion Ausdauer und diplomatischem Geschick bewiesen sie dabei aber vor allem eines: ein großes Herz.

Die Auswahl an Fahrgeschäften ist riesig, an jeder Ecke warten die Betreiber mit tollen Versprechungen. Von „einmaligen Erlebnissen“, „einer Reise in eine unvergessliche Welt“ oder „der Fahrt für die ganze Familie“ ist dort die Rede. Nun gilt es, Übersicht und vor allem Fingerspitzengefühl zu zeigen, schließlich wollen alle auf ihre Kosten kommen. Doch schon am Eingang des Freimarktes wartet die erste große Herausforderung auf Oma und Opa – der „Skyliner“. Die 72 Meter hohe Aussichtsplattform lässt Opa kurz zögern, Oma muss so oder so mit, so hat es das Enkelkind gerade entschieden. Opa überlegt kurz, schaut Oma in die Augen und sagt mit einem Hundeblick: „Nee, das kann ich nicht. Du machst das schon, oder?“

Oma macht und zeigt neben Mut ganz besonders eines: Dem Enkelkind einen Wunsch abzuschlagen, das kommt für sie nicht infrage. Oma hat ihren Heldenstatus wieder einmal unter Beweis gestellt, was der Enkelsohn mit einem „Oh, ja! Super, Oma, super!“ freudig zum Ausdruck bringt. Und Opa? Dem knurrt der Magen, eine Bratwurst muss her.

Der Tatendrang ist den Kleinen förmlich ins Gesicht geschrieben. Das sei schon eine „große Herausforderung“ kommentiert eine ältere Dame das Unterfangen, die Enkelkinder glücklich zu machen und vor allem sie nicht aus den Augen zu verlieren. Dann fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu: „Was tut man nicht alles für die Enkel.“ Allein in den ersten drei Stunden gehen über 2000 Armbänder über den Tresen des Infostandes, mit dem das Oma-Opa-Enkel-Gespann an vielen Fahrgeschäften sowie Wurst- und Süßigkeitenbuden ordentlich Geld spart.

Freimarktsumzug in Bremen

Und hatten sich Oma und Opa wohl am Vormittag noch leichtgläubig eingeredet, dass Ganze würde für sie nach zwei Stunden vorbei sein, dann lagen sie damit in den meisten Fällen vollkommen falsch. Denn jetzt hatten die Knirpse so richtig Blut geleckt und zogen die Großeltern am Jackenzipfel von einem Fahrgeschäft zum nächsten. Spätestens jetzt war klar: Aus der Nummer kommen wir so schnell nicht wieder raus. Erst in die rasante Achterbahn, dann zum Dosenwerfen und zum Nachtisch ein leckeres Eis.

Das Verwöhnprogramm stimmt, und jedes Kind bedankt sich auf seine ganz persönliche Art und Weise. Ein Küsschen auf die Wange, eine spontane Umarmung vor dem Zuckerwattestand oder einfach ganz direkt: „Opa und Oma, Ihr seid einfach die Besten!“

www.kreiszeitung.de/freimarkt

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