Volksfest vom 15. bis 31. Oktober

Freimarkt in Bremen: „Endlich mal wieder raus“

Seit Freitag läuft der Freimarkt auf der Bürgerweide. Durch Corona gibt es einige Einschränkungen. Die Schausteller blicken voller Hoffnung auf die kommenden zwei Wochen.

Bremen – 240 Geschäfte werden insgesamt auf dem Freimarkt in Bremen stehen. Das Volksfest vom 15. bis 31. Oktober läuft unter 3G-Bedingungen. Das bedeutet nicht nur für die Besucherinnen und Besucher Einschränkungen. Großzelte wie das Bayernzelt oder die Königsalm wird es nur in Form eines Biergartens geben, die Halle 7 ist ganz geschlossen. Doch wie ist die Stimmung bei den Schaustellerinnen und Schaustellern?

Freimarkt in Bremen: Schausteller äußern sich

Name des VolksfestesFreimarkt
StandortBremen
Erstes Volksfest1035
Dauer17 Tage pro Jahr
Auf der Bürgerweide findet der Bremer Freimarkt statt. Die 985. Auflage des Volksfestes Freimarkt wurde bei bestem Wetter eröffnet und findet bis zum 31. Oktober statt.

Tanja Stummer, die sowohl das Kinderriesenrad als auch das Hühnerklopfen betreut, ist optimistisch: „Ich denke, das wird gut hinhauen. Ich glaube, wir werden das diesmal durchziehen“, sagt sie in Erinnerung an das gescheiterte Projekt „Freipaak“. Wegen zu hoher Infektionszahlen musste der „Freimarkt“-Ersatz bereits nach fünf Tagen wieder geschlossen werden. „Ich hoffe, dass wir alle gesund bleiben und den Besuchern etwas Schönes schenken können. Denn ich glaube, viele sind froh, dass sie endlich mal wieder raus können, etwas unternehmen.“

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Im Vorjahr seien viele Menschen noch verunsichert gewesen und hätten Angst gehabt, das Volksfest zu besuchen. „Aber jetzt habe ich den Eindruck, dass sie sich durch die hohe Impfquote sicher fühlen und Lust haben, etwas zu unternehmen.“ Alles, was Sie zum diesjährigen Freimarkt-Besuch wissen müssen.

„Es fühlt sich alles an wie sonst“

Tina Schmidt, Schaustellerin

Auch Tina Schmidt ist froh, wieder ihren Stand aufbauen zu können. Sie betreibt die Mandel-Brennerei: „Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. 2019 waren wir das letzte Mal hier und seitdem nirgendwo.“ Zwar wirkten die 3G-Regeln einschränkend, dennoch glaubt sie, an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen zu können. „Ich hoffe, dass das der Start in eine Normalität ist. Dass es nächstes Jahr ganz normal weitergeht.“

Weniger Umsatz beim Freimarkt erwartet

Matthias Stummer hingegen erwartet Einbußen: „Es dürfen ja nur etwa 20.000 Menschen auf den Platz. Das wird die Sache einschränken, entsprechend rechne ich auch mit weniger Umsatz, obwohl die Ausgaben dieselben sind. Aber Hauptsache es geht weiter.“ Schließlich habe er in den vergangenen eineinhalb Jahren kein Geld verdient. „Alles besser als gar nichts.“

Wir sind froh, dass wir nach so vielen Monaten endlich wieder zum Geldverdienen kommen. 

Matthias Stummer, Schausteller

Für den Betreiber des Hollywood Casinos war die Sommerwiese bereits ein Testlauf: „Das war ja unter denselben Voraussetzungen und das hat am Ende sehr gut geklappt. Ich denke, dass die Leute Lust haben, schließlich haben sie ja die letzte Zeit nur Zuhause gesessen.“

Manfred Howey, Betreiber des Fahrgeschäfts Happy Sailor, sieht das das Projekt Volksfest in Bremen sehr kritisch. „Der ‚Freipaak‘ im vergangenen Jahr war der Rheinfall von Schaffhausen. Geld kaputt machen heißt das im Klartext.“ Auch die Sommerwiese sei eine schlechte Lachnummer gewesen - nur die letzten Tage, an denen die Regeln gelockert wurden, hätten Gewinn gebracht.

Schausteller fordert Unterstützung

Ganz anders sei das in Luxemburg, wo er gerade herkommt. „Da sind wir 23 Tage verwöhnt worden. Wir wurden von der Stadt mit 25.000 Euro bezuschusst und haben jeden Tag noch gutes Geld eingenommen.“ Etwas Vergleichbares gebe es in Deutschland nicht. „Unsere grüne Senatorin kauft lieber diese Holzgestelle auf der Martinistraße“, kritisiert er das Anti-Auto-Projekt, bei dem probehalber die Hauptstraße zur Einbahnstraße umgestaltet wurde.

Es muss langsam normal werden. Diese OP am offenen Herzen muss aufhören.

Manfred Howey, Schausteller

„Es wird nicht der Knaller werden, den wir hier jetzt erwarten“, so Howey. Dennoch vertraut er in die Hanseaten: „Die Bremer sind an und für sich ein Freimarkts-Volk und für Feste zu haben. Gerade Familien.“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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