Ischa Freimaak

Freimarkt: Polizei zieht Halbzeit-Bilanz

Bremen - Die Polizei Bremen ist zur Halbzeit des Freimarktes zufrieden, sagte ein Sprecher am Sonntag. Das neue Sicherheitskonzept greife, der Einsatz des Ordnungsdienstes werde positiv bewertet und Verstöße gegen die Marktordnung seien rückläufig.

Die Palette der Einsätze ist wie jedes Jahr breit gefächert: Diebstähle, Schlägereien, Jugendschutzkontrollen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz prägten bisher das polizeiliche Bild. Es gab keine größeren Auseinandersetzungen. Die Verstöße gegen die Marktordnung sind deutlich rückläufig. Ein Grund hierfür dürfte der Einsatz des Sicherheitsdienstes sein, sagt der Sprecher der Polizei. Die Zusammenarbeit mit der Polizei verlaufe gut und stoße auf eine hohe Akzeptanz bei den Besuchern. Bisher wurden laut Polizei drei Beleidigungen und eine Nötigung auf sexuellen Grundlagen registriert, die aber nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht im Zusammenhang stehen. In drei Fällen konnte die Polizei die Täter ermitteln.

In den ersten Tagen des Freimarktes hatten viele Verkehrsteilnehmer die Straßenverkehrsordnung eher als Angebot und weniger als Rechtsverordnung wahrgenommen, heißt es weiter. Halteverbote wurden ignoriert und Rettungswege blockiert. Bis einschließlich Montag wurden über 1000 Verstöße festgestellt.

Am Eröffnungstag wurden in einem Festzelt mehr Jacken angenommen, als Garderobenmarken vorhanden waren. Hier kam es bei der nächtlichen Ausgabe zu tumultartigen Szenen. Die Einsatzkräfte der Polizei schlichteten und sorgten für einen geregelten Ablauf. Ein 38 Jahre alter Mann ging am Montag mit sehr viel Bargeld zum Markt, da er nach dem Besuch ein Auto kaufen wollte. Taschendiebe zogen ihm das Couvert aus der Gesäßtasche und entwendeten sein Geld. Die Polizei empfiehlt allen Besuchern, ihr Portemonnaie und andere Wertsachen in verschlossenen Taschen eng am Körper zu tragen. „Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen“, sagt der Sprecher. 

Rubriklistenbild: © dpa

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