Am Freitag beginnt der 984. Bremer Freimarkt

Ischa Freimaak – in Bremen beginnt die fünfte Jahreszeit

Kinderkarussells vor dem Riesenrad: Der Freimarkt wird aufgebaut. Foto: ESSER

Bremen - Von Jörg Esser. Ischa Freimaak – in Bremen beginnt am Freitag, 18. Oktober, die fünfte Jahreszeit. Bis Sonntag, 3. November, drehen sich 17 Tage lang Karussells und Riesenräder, kurven Waggons über Achter- und durch Geisterbahnen und öffnen vier Großzelte für alle Feierwütigen auf der 100. 000 Quadratmeter großen Festwiese.

„Der Aufbau läuft bislang reibungslos“, sagt Rudolf Robrahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte. Marita Wessel-Niepel, zuständige Abteilungsleiterin im Wirtschaftsressort, ergänzt: „Der Aufbau ist logistische Feinarbeit.“ Fragen und Antworten zum Volksfest.

Wie viele Schausteller sind dabei?

„Wir haben eine gute Bewerberlage“, sagt Wessel-Niepel. 1 130 Betriebe wollten beim 984. Freimarkt auf der Bürgerweide dabeisein. 315  Schausteller wurden zugelassen. Dazu zählen vier Schienenbahnen, 14 Karussells (inklusive Geisterbahnen), 16 Kinderkarussells, 19 Ausschankbetriebe, 16 Belustigungsgeschäfte, 22 Spielgeschäfte, elf Schießbuden, 128  Imbissbetriebe und vier Großzelte mit mehr als 650 Quadratmetern Fläche. Erstmals dabei ist die „Königsalm“ der Familie Renoldi. Die „Bayern-Festhalle“ steht wieder auf ihrem Stammplatz. Hinzu kommen das „Hansezelt“ mit seinem maritimen Ambiente und als „kleinstes Großzelt“ das „Riverboat“ mit seinem Südstaaten-Look.

Gibt es neue Attraktionen?

Sechs Fahrgeschäfte feiern ihre Premiere auf dem Freimarkt. So wird mit dem „Rock-&-Roller-Coaster“ die größte mobile Achterbahn Deutschlands auf der Bürgerweide aufgebaut – mit „First Drop“, 20 Meter Schienenhöhe und 1 000 Meter Schienenlänge. Auch „Kuddel der Hai“ macht in Bremen fest – eine Familienachterbahn mit maritimem Ambiente. Der „Aeronaut“ ist laut Wessel-Niepel der „höchste Kettenflieger“, der auf Jahrmärkten unterwegs ist. Die Flughöhe beträgt 72 Meter, die Geschwindigkeit 70 Kilometer pro Stunde. „Die Geisterfabrik“ wird als größte mobile interaktive Geisterbahn der Welt angepriesen – mit 400 Metern Schienen auf fünf Etagen. Auch das Rundfahrgeschäft „Hurricane“ mit sechs Gondeln für je vier Mitfahrer sowie der „Transformer“ mit drei überlagernden Drehbewegungen und Loopings zählen zu den Neuheiten.

Wann geht es los?

Am Freitag um 16 Uhr eröffnet Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff den Kleinen Freimarkt auf dem Marktplatz. Das heißt: Der Roland bekommt sein Freimarktsherz. Ebenfalls um 16 Uhr öffnen auch Karussells, Fress- und Losbuden auf der Bürgerweide. Offiziell wird der Freimarkt um 18 Uhr in der „Königsalm“ eröffnet – der Fassanstich ist eine Premiere für die neue Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Übrigens: Für die Maß Bier muss der Freimarktsbesucher in diesem Jahr 8,50 bis 10,70 Euro berappen. Das Programm zum Freimarkt

Gibt es auch ein Feuerwerk?

Aber klar! Das wird am Freitagabend um 21.45 Uhr gezündet. Das Umweltbundesamt sagt: „Bei Höhenfeuerwerken wird der Feinstaub nicht bodennah, sondern in größeren Höhen freigesetzt und kann sich dort rasch mit dem Wind verteilen.“ Robrahn hat Zahlen vom Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) parat: Demnach verfügt das Freimarkts-Feuerwerk über 80 Kilo Explosivmasse. Es setzt 34 Kilo Kohlendioxid frei, lediglich so viel wie zehn Kilo Grillkohle.

Ist der Freimarkt klimafreundlich?

Robrahn hat Zettel voller Infos parat. Der Freimarkt läuft mit „grünem Strom“, und die Schausteller haben die Beleuchtung längst auf LED umgestellt. In ein bis zwei Jahren soll das Volksfest auch plastikfrei sein.

Wie viel Besucher werden erwartet?

Wenn das Wetter mitspielt, so rund vier Millionen, sagt Wessel-Niepel. Der Freimarkt sei immer noch ein echtes Volksfest für Familien, ergänzt Robrahn. Ganz anders als das Münchener Oktoberfest. Das sei ein „Bierfest mit Karussells“ und ohnehin zum Tourismusspektakel geworden. Und der „Hamburger Dom“? „Über den Dom geht man, den Freimarkt feiert man“, sagt Robrahn.

Und sonst?

Es gibt einen „Superheldentag“ am 21. Oktober, einen „Prinzessinnentag“ am 29.  Oktober und am Reformationstag (31. Oktober) einen Mitternachtsgottesdienst im „Cafe Keese“. In Halle 7 gibt es wieder ein Partyspektakel, unter anderem mit Mia Julia (24. Oktober) und Mickie Krause (31. Oktober).

Und der Umzug?

Die knapp drei Kilometer lange Karawane schlängelt sich am Sonnabend, 26. Oktober, von der Neustadt durch die Innenstadt zur Bürgerweide. Start: 10 Uhr, Pappelstraße. Mit dabei sind rund 3 900 Teilnehmer in 96 Umzugswagen und 45 Laufgruppen, sagt Rolf Herderhorst, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte.

Noch mehr Infos zum Freimarkt in Bremen gibt es auf freimarktlife.de.

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