Festzelt-Streit auf dem Freimarkt

Keine Königsalm, kein großes Bayernzelt, dafür eine große Almhütte

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Nina Renoldi und Zeremonienmeister Luigi präsentierten der Presse Anfang Juli die Pläne für die Königsalm.

Bremen - Von Jörg Esser. Die Königsalm wird nicht auf den Freimarkt kommen. Das ist die Quintessenz aus einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Bremen in einem Beschwerdeverfahren zur Zulassung von Festzelten auf dem Freimarkt.

Das OVG hat damit am Freitag die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vom 4. September bestätigt, gegen die Renoldi, Bremen und die Bayernzelt-Betreiber Beschwerde eingelegt hatten. Das Verwaltungsgericht hatte geurteilt, dass die Bremer Schaustellerin Nina Renoldi ihre sieben Millionen Euro teure und von der Stadt Bremen für das Volksfest zugelassene neue Königsalm nicht auf den Freimarkt aufbauen, weil die Berwerbung nicht fristgerecht eingereicht worden sei. 

Die Königsalm sollte die Bayernfesthalle von ihrem langjährigen Stammplatz verdrängen. Für ein abgespecktes Bayernzelt hatte die Stadt den bisherigen Platz von Renoldis Almhütte ausgeguckt. Dagegen hatten die Bayernfesthallen-Betreiber Beschwerde eingelegt. 

Das VG-Urteil war allenfalls ein Punktsieg für das Bayernzelt, denn das VG entschied, dass die fehlerhafte Auswahlentscheidung nicht zu einer gerichtlichen Verpflichtung der Stadt führe, die ,Bayernfesthalle’ unbeschränkt auf dem Platz und in der Größe des Vorjahres zuzulassen“. 

Die Stadt wurde verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen erneut über den Antrag der Bayernfesthalle zu entscheiden. Das hat sie jetzt getan. Und die Bayernfesthalle erneut nur mit einer eingeschränkten Nutzungsfläche zugelassen. Dafür wurde die „Almhütte“ räumlich unbeschränkt zugelassen. Die Stadt verwies auf die „bessere Qualität“. Das darf sie auch, sagt das OVG: „Die Auswahlentscheidung liegt im Ermessen der Stadt.“ Weiter heißt es: „Alle drei Beschwerden sind erfolglos gebleiben.“ Und: „Die Beschlüsse sind nicht anfechtbar.“

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