15. bis 31. Oktober 2021

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und die wichtigsten Fakten

Endlich! 17 Tage heißt es in Bremen „Ischa Freimaak“ auf der Bürgerweide. Vom 15. bis 31. Oktober können Besucher Mandeln naschen, Riesenrad fahren und ein gezapftes Bier schlürfen.

Bremen – Zwar fallen Feuerwerk und Freimarktsumzug aus, doch verspricht der Freimarkt in Bremen mit über 200 Schaustellenden trotzdem unterhaltsam zu werden. Von Leckereien wie Liebesäpfeln und Lebkuchen über 40 Fahrgeschäfte bis hin zum kleinen Freimarkt ist für nahezu jeden Rummelbegeisterten etwas dabei. Aufgrund der Hygienebestimmung finden in diesem Jahr Großzelte wie das Bayernzelt oder die Königsalm in Form eines Biergartens statt - Live-Musik gibt es aber trotzdem.

Buntes Treiben: Der Freimarkt in Bremen findet 2021 wieder statt
Name des VolksfestesFreimarkt
StandortBremen
Erstes Volksfest1035
Dauer17 Tage pro Jahr

Öffnungszeiten vom Freimarkt in Bremen

  • 15. bis 31. Oktober 2021 auf der Bürgerweide
  • Sonntags bis donnerstags: 13 bis 23 Uhr
  • Freitags und samstags: 13 bis 24 Uhr

Freimarkt-Lageplan

240 Geschäfte werden insgesamt auf dem Freimarkt stehen. Im Lageplan der Bürgerweide sind alle Fahrgeschäfte und Ausschankbetriebe markiert sowie Hinweise, wo Kinderfahrgeschäfte stehen.

Der Lageplan für den Freimarkt 2021

Freimarkt Bremen: Anfahrt und Parken

Der Freimarkt findet im Herzen Bremens statt: auf der Bürgerweide zwischen Hauptbahnhof und ÖVB-Arena/Messegelände. Der kleine Freimarkt ist auf dem Marktplatz zwischen Roland, Rathaus und Dom aufgebaut.

Da der Parkplatz Bürgerweide und das Messeparkhaus während des Freimarkts nicht zur Verfügung stehen, empfehlen die Veranstalter das Park & Ride-Angebot und außerhalb gelegene Parkplätze zu nutzen. Direkt am Bremer Freimarkt gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Behindertenparkplätze für Rollstuhlfahrende gibt es in der Theodor-Heuss-Allee, auf dem Parkstreifen vor der SWB.

Um die Zufahrtsmöglichkeiten von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass die mit Halteverbot gekennzeichneten Bereiche in jedem Fall freigehalten werden - ansonsten wird konsequent abgeschleppt.

Sonderhinweisschilder an den Autobahnen (Riesenrad als Symbol) leiten Sie direkt zu den Park & Ride-Flächen. Autofahrende nutzen am besten die Parkplätze an der Universität, Klagenfurter Straße, 28359 Bremen (Haltestelle: Uni/NW 1). Von hier fährt die Straßenbahnlinie 6 direkt zum Freimarkt (Haltestelle Blumenthalstraße / Messe Bremen).

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Die Straßenbahnen in Bremen fahren entsprechend der Nachfrage. Es gilt ein Sondertarif. Erwachsene zahlen für die Hin- und Rückfahrt 3,80 Euro. Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung Erwachsener kostenlos. Das Ticket ist am Automaten unter dem Ziel Bremen und der Taste „EinzelTickets“ zu finden.

Von allen anderen Park & Ride-Plätzen aus empfehlen die Veranstalter das Tages-Ticket für 1 bis 5 Personen. In der Preisstufe I Bremen kostet das Tages-Ticket für eine Person 8,10 Euro. Für jede weitere (erwachsene) Person erhöht sich der Preis um 2,60 Euro. Bis zu drei Kinder unter 15 Jahre dürfen auf jedem Tages-Ticket kostenlos mitfahren.

Weitere Auskünfte gibt es von der VBN-24h-Serviceauskunft rund um die Uhr unter Telefon (0421)596059 oder im Internet unter www.vbn.de oder www.bsag.de.

Informationen zu Parkhäusern in der Nähe des Freimarkts finden Sie hier: www.brepark.de

Eine Anreise ist auch mit dem Zug möglich. Einfach den Hauptbahnhof durch den Nordausgang verlassen - schon stehen Sie direkt vor dem ältesten Volksfest Deutschlands. Zugverbindungen finden Sie hier: www.bahn.de

Hotels und Übernachtungen in Bremen

Die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) informiert über Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten unter www.bremen-tourismus.de/bremen-hotels. 

Fundbüro

Wer nach seinem Freimarktbesuch merkt, dass er in Bremen etwas verloren hat, kann sich hier melden:

Stadtamt - Fundamt
Stresemannstraße 48, 28207 Bremen
Telefon: (0421) 361 100 80
E-Mail: fundsachen@ordnungsamt.bremen.de

BSAG Fundbüro
Kundencenter Domsheide       
Balgebrückstraße 11, 28195 Bremen
Telefon: (0421) 55 96 7575
E-Mail: fundbuero@bsag.de

Häufig gestellte Fragen

Wie komme ich am besten zum Freimarkt?

Wir empfehlen eine Anreise mit der Bahn. Da es keine Parkplätze an der Bürgerweide gibt, ist der Zug eine unkomplizierte Alternative. Vom Hauptbahnhof sind es nur ein paar Schritte zum Festplatz und so können Sie auch unbeschwert ein oder zwei Bierchen trinken. Fahrpläne und Verbindungen finden Sie auf www.vbn.de.

Gibt es Programm?

Am Freitag, 15. Oktober, wird um 16 Uhr der kleine Freimarkt durch Frank Imhoff, Präsident der Bremischen Bürgerschaft, eröffnet. Zwei Stunden später folgt die Eröffnung des 985. Bremer Freimarktes im Biergarten der Almhütte durch Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Der alljährliche Umzug fällt aufgrund des Pandemiegeschehens aus.

In der Almhütte gibt es täglich Live-Musik mit den Gipfelbuam und sonntags ab 13 Uhr bayrisches Frühschoppen. In der Bayernfesthalle legt DJ Toddy auf mit Gästen wie Rick Ventura oder Chris Herbst.

Bis wann ist der Freimarkt in Bremen geöffnet?

Der Festplatz auf der Bürgerweide hat sonntags bis donnerstags bis 23 Uhr geöffnet. Freitags und samstags bis 24 Uhr. Die Halle 7 ist in diesem Jahr geschlossen.

Welche Regeln gelten beim Freimarkt?

  • Maximal 20.000 Personen dürfen gleichzeitig auf dem Gelände sein
  • Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete
  • Einrichtung von zwei Eingangsbereichen mit großen Wartebereichen
  • Fahrgeschäfte gibt es nur auf der Bürgerweide
  • Livemusik ist möglich
  • Großzelte wie das Bayernzelt oder die Königsalm finden in Form eines Biergartens statt

Freimarkt gestern und heute

Alles fing mit einem Warenmarkt an: Als Kaiser Konrad II. 1035 Bremen die Jahrmarktsgerechtigkeit verlieh, ahnte doch niemand, dass sich daraus eines der ältesten und größten Volksfeste Deutschlands entwickeln sollte. Zweimal im Jahr wurde der Stadt erlaubt, einen Jahrmarkt auf dem Kirchhof „Unser Lieben Frauen“ abzuhalten. Erst 1710 wurde der Frühjahrstermin abgeschafft. Da es dabei keine Beschränkungen gab, durften auch Krämer und Wandersleute ihre Waren verkaufen. Bis 1793 war es immer der Kaiser, der den Kaufleuten die Erlaubnis zum Markt erteilte, erst im Anschluss entschieden die Bremer, ob und wann sie den Markt haben wollten.

Die erste Erwähnung des Freimarkts erfolgte rund 300 Jahre nach dem ersten Jahrmarkt. Nachdem der Rat der Stadt die Markthoheit erhielt, wurde im Jahr 1339 der Name Freimarkt erstmals offiziell erwähnt. Doch bis ins 15. Jahrhundert gab es eigentlich nur ein Markttreiben. Erst mit dem fahrenden Volk, also Gaukler, Spielleute, Marktschreier und Wahrsager kamen die Vergnügungsstände nach Bremen.

Für Aufsehen sorgte im Jahre 1445 ein exotisches Tier: Ein Löwe war auf dem Freimarkt zu bestaunen, ab dem 17. Jahrhundert kamen noch dressierte Bären, Affen und Dromedare hinzu. Aber auch der Mensch wurde gnadenlos ausgestellt - wie etwa der „Hottentott“ aus Afrika (1687), die 68 Zentimeter „kleine Mademoiselle“ (1799) oder der am ganzen Körper beharrte „Löwenmensch Lionel“ (1938).

Trotz der Gaukler und Schausteller blieb der Freimarkt für rund 750 Jahre ein Warenmarkt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich langsam zu einem Vergnügungsmarkt. Erstmals gab es 1809 ein Karussell, das damals noch mit einer Handkurbel betrieben wurde.

Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bremen-Hannover erlebte der Markt einen regelrechten Aufschwung. So konnten nicht nur die Menschen von außerhalb nun den Freimarkt besuchen, sondern auch die Schausteller hatten die Möglichkeit, größere Fahrgeschäfte zu transportieren. 1857 kam der Hau den Lukas in die Hansestadt, eine Drehorgel folgte dreizehn Jahre später.

Mit der immer größeren Beliebtheit ergab sich für die Organisatoren aber auch ein Problem: der Markt wurde immer größer. Über den Domshof, den Rathausplatz, die Domsheide, dem Bahnhofsplatz, dem Rembertiviertel bis in die Hohenloherstraße reichte er 1889. Da sich gleichzeitig die Innenstadt durch die Bebauung verdichtete, dehnte sich der Freimarkt 1890 in die Neustadt aus, wo er auf der großen Freifläche Grünenkamp einen Platz fand.

Ab 1919 einigte man sich darauf, das Fest nur noch dort zu veranstalten – eine Vereinbarung, die 15 Jahre später wieder aufgehoben wurde. 1934 zog der Freimarkt wieder zurück auf die rechte Seite der Weser auf die Bürgerweide, wo er auch heute noch seinen Platz hat.

Mit rund vier Millionen Besuchern ist der Freimarkt mittlerweile der größte Markt Norddeutschlands und einer der größten bundesweit.

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Rubriklistenbild: © Eckhard Stengel/imago

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