Freestyle-Motocross in der Stadthalle: Stunt-Show mit waghalsigen Vorführungen

Spektakuläre Sprünge und Rückwärtssaltos

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Nicht nachmachen! Freestyle-Artist in der Bremer Stadthalle.

Bremen - Von Tobias Kortas. Die Spannung in der Stadthalle (ÖVB-Arena) ist kaum auszuhalten. Gleich wird der Amerikaner Jimmy Blaze mit seinem Buggy einen Rückwärtssalto („Backflip“) versuchen. Es ist das Highlight der „Night of Freestyle“, einer waghalsigen Stunt-Show, die erstmals in Bremen gastiert.

Zuvor hatte bereits der Italiener Jason Cesco mit einem Rückwärtssalto auf einem Schneemobil den etwa 5000 Besuchern Standing Ovations entlockt.

Blaze beschleunigt auf die Rampe zu – und geht vom Gas. Nur ein Antesten. Nach einer gefühlten Ewigkeit wagt Blaze den entscheidenden Versuch, macht den Salto und liegt mit dem Buggy auf der Seite. Ein Innehalten. Als das Publikum merkt, dass ihm nichts passiert ist, tobt die Halle.

Der Extremsport-Event beginnt mit einer aufwendigen Pyrotechnik- und Lasershow. Durch Nebel blitzen in kurzen Abständen verschiedene Laser-Muster auf, Feuer wird geworfen und die Pyrotechnik bereitet dem Publikum einen zweiten Silvesterabend. Doch die unumstrittenen Protagonisten des Abends sind mit zahlreichen Sprüngen die acht Motocross-Fahrer, in der Szene „FMXler“ genannt. Aber auch die sechs Mountainbike-Fahrer zeigen zu lauter Musik spektakuläre Sprünge und zahlreiche Rückwärtssaltos.

Publikumsliebling ist der erst 17-jährige Luc Ackermann aus Thüringen. In drei Wettbewerben tritt er gegen seine Mitstreiter an. „Ich habe Bock, zu gewinnen. Mit Eurer Unterstützung schaffe ich das“, ruft er dem Publikum zu. Denn das darf über seinen Applaus die Sieger küren. Die Wettbewerbe beginnen mit dem sogenannten Whip-Contest. Es gilt, das Heck des Motorrads in der Luft möglichst weit nach vorne zu ziehen. Ackermann hat das Nachsehen. Der Australier Pat Bowden stellt sein Motorrad in der Luft so quer, dass es den Gästen beinahe den Atem verschlägt – eindeutig der Sieg.

Bei den nächsten Wettkämpfen läuft es besser für Ackermann. Das Synchron-Springen gewinnt er gemeinsam mit Bowden. Beiden gelingen makellose Sprünge in beeindruckender Synchronizität. Darunter ist auch ein gleichzeitiger Whip, eine besonders gewagte Einlage.

In der Königsdisziplin geht es um den besten Trick. Der Deutsche Kai Haase begeistert mit einem Sprung namens „Captain Morgan“. Er stellt den rechten Fuß auf den Lenker, legt seine Hände zur Hüfte und steht quer auf dem Motorrad. Trotz eines Beinahe-Sturzes bedeutet das die Führung. Doch Luc Ackermann toppt diese Leistung mit drei spektakulären und fehlerlosen Sprüngen.

Die Mountainbiker stehen den Motocross-Fahrern in nichts nach. So macht zum Beispiel der Deutsche Nico Scholze von der acht Meter hohen Startrampe Rückwärtssaltos mit nur einer Hand am Lenker. Gegen Ende der Show sind Schneemobil, Motorräder und Mountainbikes gemeinsam in der Luft. Ein Spektakel, bei dem man gar nicht weiß, wohin man blicken soll. Neben dem Buggy-Sprung ist es der Höhepunkt eines Events, das am 25. März 2017 nach Bremen zurückkehrt.

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