„Wir geben nicht auf!“

Frauenmorde von Bremerhaven: Nun könnte der Fall gelöst werden

Phantombilder des mutmaßlichen Frauenmörders von Bremerhaven.
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Mit diesen Phantombildern sucht die Polizei Cuxhaven nach den Mördern von Vanessa Wardelmann (links, 1992) und Anja Witt (rechts, 1993).

Vor rund 30 Jahren brachte ein Serienmörder zwei Frauen aus Bremerhaven um. Nun könnte der Fall kurz vor der Aufklärung stehen.

Bremerhaven – „Wir geben nicht auf!“ Hauptkommissar Rainer Brenner von der Kripo Cuxhaven ist zuversichtlich: „Wir werden jede Möglichkeit in Erwägung ziehen, um die Fälle aufzuklären. Wir suchen nur noch das fehlende Puzzleteil, um den Täter zu identifizieren.“

Stadt in Bremen:Bremerhaven
Fläche:93,8 km²
Bevölkerung:113.634 (2019)
Oberbürgermeister:Melf Grantz (SPD)

Man habe bereits die DNA des Täters, die Chance, nun die zwei Mordfälle aufzuklären, sei groß. „Dann könnten wir den Angehörigen Gewissheit geben, wer für die grausamen Taten verantwortlich war“, so Brenner. Noch immer suchen die Beamten einen Serien-Killer, der zwei Frauen aus Bremerhaven brutal ermordet hat.

Frauenmorde von Bremerhaven: Serienmörder brachte Prostituierte um

Anja Witt und Vanessa Wardelmann arbeiteten beide als Prostituierte auf dem Straßenstrich in Bremerhaven. Beide wurden erdrosselt aufgefunden, erst Wardelmann, sieben Monate später dann Witt. Noch immer sucht die Polizei nach Zeugen, die sich von 1990 bis 1995 auf dem Straßenstrich im Bereich Bremerhaven, insbesondere in der Van-Heukelum-Straße und in der Lessingstraße sowie in Bremen, aufgehalten haben.

Hauptkommissar Brenner ergänzt: „Wir suchen nach Personen, die von Freiern berichten können, die mit speziellen, grenzüberschreitenden sexuellen Wünschen aufgefallen sind, zum Beispiel durch Würgen, Fesseln oder Knebeln.“

Nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwoch, 12. Januar 2022, hat die Polizei Cuxhaven bis Donnerstagmittag 40 neue Hinweise zu zwei ungeklärten Mordfällen aus den Jahren 1992 und 1993 erhalten. Allerdings sei bisher keiner dabei, der ein sofortiges Handeln der Ermittlungsgruppe „Cold Case“ erfordere, teilte die Polizei mit. 

Der Fall wurde bereits in der Vergangenheit schon einmal in der Sendung aufgerollt, es ergaben sich viele Hinweise.

Polizei veröffentlicht Tatwerkzeuge des Bremerhavener Frauen-Mörders

Auch die Tatmittel wurden nun veröffentlicht, der Täter könnte sie im Auto oder in einer Wohnung aufbewahrt haben. „Das Drosselungsseil hat der Täter extra für die Tötung der Frauen hergestellt“, so Brenner. „Vielleicht ist jemandem auch eine Person aufgefallen, die sich auffallend für die mediale Berichterstattung und die polizeilichen Ermittlungen interessiert hat.“

Diese Mittel hat der Täter für die Morde verwendet. Die Polizei hofft auf Hinweise von Personen, die gegebenenfalls mit einem Mann Kontakt hatten, der diese Gegenstände in Kombination zum Beispiel im Auto oder in einer Wohnung aufbewahrt hatte.

Der Täter sei schwer zu lokalisieren, könnte sogar gar nicht im Bundesland Bremen oder Niedersachsen leben oder gelebt haben. Und: Er könnte auch noch weitere Morde verübt haben. Wer mehr weiß, der soll sich bitte an die Polizei Cuxhaven, (Telefon 04721-573-200) oder jede andere Polizeidienststelle wenden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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