Suzanne Andres spielt im neuen Stück des Theaterschiffs

Frauen und Freundschaft

Die Schauspielerin Suzanne Andres genießt in einer Probenpause auf dem Theaterschiff den Sonnenschein über der Weser. Andres spielt in dem neuen Stück „Weiber – Ein heißer Mädelsabend“, das am Donnerstag, 19. September, Premiere hat. Foto: KUZAJ

Bremen – Ein richtig schönes Wochenende soll es werden. Drei Freundinnen. Und ein paar Lästereien (über Männer), ein bisschen Alkohol, ganz viel Wellness. Doch dann kommt alles ganz anders. Und das ist auch gut so, denn dadurch wird‘s lustig.

„Weiber – Ein heißer Mädelsabend“, so heißt die erste Produktion der neuen Spielzeit auf dem Theaterschiff an der Tiefer; geschrieben von der Bremer Schauspielerin Martina Flügge. Die Autorin spielt in dem Stück gemeinsam mit Anne-Kathrin Fremy und Suzanne Andres.

Premiere feiern die lustigen „Weiber“ von der Weser am Donnerstag, 19. September, um 20 Uhr. Gespielt wird bis zum 23. November. Die musikalische Leitung hat Mark Derichs, für die Choreografie sorgt Ronja Geburzky. Regie: Tim Koller, dessen Karriere einst in „Hossa“ auf dem Theaterschiff begann. Seit Jahren ist er am Hamburger Schmidt-Theater aktiv; „Weiber“ ist seine erste Inszenierung auf dem Bremer Theaterschiff.

Da steht nun, kurz vor Beginn der Probe, Suzanne Andres. Was sind das für Typen, die drei Freundinnen, um die das Stück sich dreht? Andres: „Die erste ist Mutter, die zweite ist sehr unglücklicher Single und in ihren Chef verliebt, die dritte bin ich. Ich habe einen Hypochonder zum Freund. . .“

Die drei „Weiber“ kennen sich aus einem Tanzverein. In dem Verein hatten sie vor vielen, vielen Jahren mal eine Show eingeübt. Weil diese Vergangenheit zurückkehrt, gerät das geplante Wellness-Wochenende nun aus den Fugen. Denn: „Für einen Geburtstag sollen wir die Show von vor 20 Jahren noch einmal einstudieren“, so Andres.

Moment mal – drei Frauen, die seit 20 Jahren schon eng miteinander befreundet sind? Gibt es das auch im richtigen Leben? Ja, sagt Andres, bei ihr jedenfalls. „Meine Freundinnen und ich haben uns über unsere Kinder kennengelernt. Die sind nun um die 20.“ Und die Mütter – immer noch Freundinnen. „Es ist nicht normal. Aber es ist schön“, so Andres mit einem Lächeln.

Die Künstlerin, 1959 in St. Gallen geboren, hat schon einige Male auf dem Theaterschiff gespielt, beispielsweise in „Hossa“ und „Heiße Zeiten“. Unter Regie-Legende Jérôme Savary spielte sie in „Cabaret“. Anfang der 90er Jahre war sie am Moks-Theater in Bremen. Im Fernsehen trat Suzanne Andres unter anderem in „Soko Wismar“ und „Großstadtrevier“ auf. Ihre Karriere begann mit der Fernsehserie „Funkes Werkstatt“ (mit Brigitte Mira).

Zurück aufs Theaterschiff. Wie laufen sie, die Proben? Die drei Darstellerinnen sind gerade in der Phase, in der sich die Dinge in der Choreografie zusammenfügen, erzählt Andres. Ein Rädchen greift nun ins andere – das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitungsarbeit. „Jetzt fängt es an zu greifen, das macht Spaß.“

Sprechen und gleichzeitig tanzen – das sei schon „eine besondere Kür“, denn: „Man spricht ja nicht im Takt.“ Es gilt also, Sprache und Bewegung zu trennen und gleichzeitig ein harmonisches Ganzes zu gestalten. Und dann wird auch noch gesungen!

Das ist auf dem Theaterschiff ja schon fast obligatorisch. Von Trude Herr bis Udo Jürgens reicht das Repertoire dieses Mal; das Lied von Trude Herr ist natürlich „Ich will keine Schokolade“.

Ist die Musik bei den lustigen „Weibern“ von der Weser eher für das Stück oder für die Figuren wichtig? Beides, sagt Andres. Die Lieder gehören zum Stück, aber die drei Frauen brauchen sie auch: „Weil wir ja diese Show vorbereiten. Ein paar Sachen gehen auch schief, das ist mit eingeplant.“ Insgesamt gilt: „Das sind alles so Frauen-Songs.“ Apropos Frauen – hält ihre Freundschaft das turbulente Wochenende aus, sind sie am Ende auch noch Freundinnen? Klar, sagt Suzanne Andres. Manchmal ist das Theater eben wie das richtige Leben.

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