In Bremen zurück

Porträt von H.H. Meier: Aus Frankfurt in die Bürgerschaft

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Commerzbank-Vorstand Michael Mandel (l.) und Bürgerschaftspräsident Christian Weber enthüllen das Lasch-Porträt von Hermann Henrich („H. H.“) Meier im Haus der Bürgerschaft.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Bremer Kaufmann und Konsul Hermann Henrich („H. H.“) Meier (1809 bis 1898), mit Eduard Crüsemann (1826 bis 1869) Gründer des Norddeutschen Lloyd (NDL), ist so etwas wie eine bremische Legende.

Schließlich hatte er ein Unternehmen von weltweitem Rang aufgebaut. Begraben ist er auf dem Friedhof Riensberg in Schwachhausen. Dennoch ist Meier jetzt nach Bremen zurückgekehrt – in Form eines Gemäldes nämlich.

Vor bald 140 Jahren malte Carl Johann Lasch (1822 bis 1888), ein damals bekannter Historienmaler, den Bremer Kaufmann und Politiker, der im Reichstag saß und in der Bremischen Bürgerschaft als Vizepräsident wirkte, in Öl. Das Porträt zeigt einen so würdig wie entschlossen wirkenden Diener Bremens.

In der Commerzbank ausgestellt

Über Jahrzehnte hatte das Gemälde seinen Platz im Eingangsbereich der Bremer Bank am Domshof. Nach deren Übernahme durch die Commerzbank zog es dann in die Konzernzentrale nach Frankfurt um.

H. H. Meier in Frankfurt? Der gehört doch nach Bremen! Das meinte eine Bürgerinitiative. Parlamentspräsident Christian Weber meinte das auch. Der Sozialdemokrat schloss sich dem Rückhol-Begehren der Initiative an – und die Sache war von Erfolg gekrönt.

Commerzbank-Vorstand Michael Mandel hat das Kunstwerk am Dienstag offiziell übergeben. Nun hängt das Gemälde neben der Diplomatentür zum Präsidentenzimmer im Haus der Bürgerschaft. „Mit Friedrich Ebert, August Hagedorn und Helmut Schmidt, deren Porträts bereits unser Haus bereichern, befindet sich H. H. Meier in bester Gesellschaft“, meinte Präsident Weber.

Meier ist nicht allein durch den Norddeutschen Lloyd oder seine Politik in Erinnerung geblieben. Er wurde 1865 auch zum ersten Vorsitzer (so heißt das dort bis heute) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS, Sitz: Bremen) gewählt. Ihm, dem Konsul, gelang es, den preußischen König als Schirmherrn zu gewinnen. H. H. Meier wirkte zudem maßgeblich an der Gründung der Bremer Bank (1856) und der Bremer Börse (1864) mit.

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