Hochstraße soll abgerissen werden

CDU will Autoverkehr aus Altstadt verbannen

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Wenn der Autobahnring der A 281 geschlossen ist, soll die Hochstraße am Bahnhof abgerissen werden. Das schlägt jetzt die Bremer CDU in ihren Leitlinien vor.

Bremen - Die CDU-Fraktion sorgt sich um die Attraktivität der Bremer Innenstadt. „Wir wollen nicht länger zugucken, wie Bremen von anderen Städten im Nordwesten abgehängt wird“, sagt der wirtschaftspolitische Fraktionssprecher Jörg Kastendiek, zugleich Parteichef der Landes-CDU.

So hat Kastendiek gemeinsam mit dem verkehrspolitischen Fraktionssprecher Heiko Strohmann das CDU-Konzept von 2012 wieder aus der Schublade gezogen, mit ein paar neuen Anregungen garniert und jetzt als Thesenpapier zur Innenstadtentwicklung in die politische Öffentlichkeit katapultiert. Städtebauliche und verkehrspolitische Aspekte seien in den Fokus genommen, Einzelhandelstrends und gesellschaftliche Entwicklungen einbezogen worden. Das Ergebnis sei als ein perspektivisches und gesamtheitliches Konzept und damit als Alternative zu den Einzelmaßnahmen des rot-grünen Senats zu verstehen, sagt Kastendiek. „Von Stückwerk haben die Bremern, aber vor allem auch die Einzelhändler die Nase voll“, fährt er fort. „Die jüngste Zurücknahme der gescheiterten Einbahnstraßenregelung am Wall ist Ausdruck der Hilflosigkeit des Senats.“

Die CDU will die Innenstadt baulich öffnen und vom Autoverkehr entlasten. So soll ein City-Ring für den Straßenverkehr gestaltet und das Parkhaus Mitte abgerissen werden. „Das würde die Perspektive bieten, den Autoverkehr aus der historischen Altstadt rauszunehmen und so attraktive Laufwege, ein entspanntes Einkaufserlebnis und Raum für Begegnungen zu schaffen“, sagt Strohmann.

Das Papier sieht vor, die Knochenhauerstraße in eine begrünte Fußgängerzone umzuwandeln. Die Bahnhofstraße soll als wichtige Eingangsachse in die City autofrei werden. „Solche Maßnahmen sind mit Blick auf die demographische Entwicklung notwendig“, sagt Kastendiek.

Als Entwicklungsperspektiven bringen die Christdemokraten – wie vor Jahren der damalige grüne Verkehrssenator Reinhard Loske – den Abriss der Hochstraße am Bahnhof ins Spiel. Dafür solle eine Unterführung des Breitenwegs unter den vielbefahrenen Kreuzungsbereichen Bahnhofsvorplatz und Bürgermeister-Smidt-Straße geschaffen werden. Zuvor müsse allerdings der Autobahnring der A281 geschlossen sein.

je

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