„Welcome“-Matinee im Schütting

Die „Fragmentierung der Inhalte“

Klaus-Peter Schulz bei seinem Referat zur „Welcome“-Matinee im Haus Schütting. - Foto: Koller

Bremen - Von Steffen Koller. „Veränderung“ – unter diesem Motto stand die 15. Auflage der „Welcome“-Matinee im Haus Schütting. 300 Besucher kamen zum Treffen der Medien-, Marketing- und Kreativbranche, das als das größte in der Metropolregion Nordwest gilt. Es wurde philosophiert, gefachsimpelt und natürlich auch Werbung gemacht. Mehrere Start-ups – also junge, aufstrebende Unternehmen aus der Region – stellten sich dem Fachpublikum vor.

Doch den Anfang machte einer, der in der Branche schon lange einen Namen hat: Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Agenturverbands OMG (Organisation der Mediaagenturen). In seinem Referat beschäftigte sich der frühere Manager von Jacobs Suchard (heute Mondelez) und spätere Geschäftsführer von „Media1“, der damaligen Vermarktungstochter des Privatsenders Sat1, mit den aktuellen Trends rund um Internet, TV und Tageszeitung.

Heute lebe der Mensch in einer Welt der „nie gekannten Vielfalt“, so der Referent. Mehr als 1 200 TV-Sender stehen jedem Konsumenten in Deutschland potenziell zur Verfügung, 349 Tageszeitungen gesellen sich dazu, mehr als 3,7 Millionen Apps sind aktuell auf dem Markt.

Schulz spricht vor diesem Hintergrund von einer „Fragmentierung der Inhalte“. Da wundert es nicht, dass der durchschnittliche Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren sage und schreibe 632 Minuten täglich verschiedene Mediengeräte nutze, sagte Schulz und nannte dies die „Always-on“-Generation.

„Das erste, was Sie morgens sehen, ist das Smartphone. Das letzte, was Sie abends sehen, nennt sich ebenfalls Smartphone.“ Dennoch dürfe man nicht der Devise folgen „Server an – Hirn aus“. Gerade mit Blick auf die zunehmende Vernetzung seien Markenverstand und kreative Intuition das A und O. Anders ausgedrückt: „Ein guter Algorithmus kommt auch aus dem Baugefühl.“

So weit, wie es die „wirklichen Player“ (Schulz) Google und Facebook gebracht haben, sind viele der Start-ups, die sich in den Räumen der Handelskammer vorstellten, natürlich noch nicht.

Dennoch nutzten die vorrangig jungen Leute die Möglichkeit, ihre Unternehmen zu präsentieren. Bei Kanapees, Kaffee und dem ein oder anderen Glas Sekt diskutierten die Jungunternehmer ihre Geschäftsideen.

So unter anderem „Yummy Organics“, das Gewürze direkt vom Kleinbauern bezieht – und wo der Kunde entscheiden kann, wieviel ihm Zimt, Pfeffer und Co. am Ende wert sind.

Je nach Preis wird dem Käufer über Grafiken offengelegt, welchen Einfluss sein Kauf und der Preis auf die Lebenswelt des Produzenten haben. Daneben zeigten junge Unternehmen wie die „Klangstube“, „Weserholz“ und „Bookrebels“, wie sie die Welt ein Stück verändern wollen.

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