Forschung verständlich vermitteln: Ausstellung „Wissen für die Zukunft“

Solarfiguren sausen übers Spielfeld

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Spaß am Solarspielfeld: Mitarbeiterin Maike Grimbo zeigt, wie es geht.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Und rums! Nicht mal Amsterdam erreicht. „Aber ich habe die Arme doch hochgenommen. Und mich auf Zehenspitzen gestellt“, sagt eine Besucherin in der neuen Ausstellung „Wissen für die Zukunft“ im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4). Tja, nützt nichts, das Flugzeug steckt trotzdem mit der Spitze im imaginären Boden. „Mit ein bisschen Übung wird das bestimmt besser“, tröstet Maria Santos, Sprecherin des Hauses, die Frau am Flugsimulator, die trotz der Abstürze sichtlich ihren Spaß hat.

Gleich zwei Geburtstage werden jetzt mit der Ausstellung gefeiert: „Zehn Jahre Stadt der Wissenschaft“ und „Zehn Jahre Haus der Wissenschaft“. Von Modellen eines Schwarzen Rauchers tief unter dem Meeresboden über 3D-Präsentationen von Kieselalgen bis zur Darstellung eines intelligenten Hauses: In der Ausstellung präsentieren sich die Träger des Hauses mit Beispielen aus ihrer Forschungsarbeit. Der Flugsimulator stammt beispielsweise von der Uni. Lustig ist auch die Solarspielwiese der Hochschule. Lauter kleine Figuren (eine gar mit Köpfen einer Zahnbürste gebaut) mit Solarpanel lassen sich mit einer Taschenlampe bewegen und sausen übers Feld. Aber auch Projekte wie die „Zeitschrift der Straße“ und Beispiele aus der Bionik sind in der bis zum 23. Januar dauernden Schau zu sehen.

Der Gewinn des Wettbewerbs gegen 36 andere Städte sei damals eine große Überraschung gewesen, sagte zur Eröffnung Prof. Dr. Gerold Wefer, Vorstandsvorsitzender des Hauses der Wissenschaft. 2005 fanden rund 700 Veranstaltungen von mehr als 120 Institutionen statt. Wefer: „Die vor zehn Jahren begonnene vertrauensvolle Zusammenarbeit wird auch heute in reduziertem Umfang praktiziert.“ Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) betonte: „Die Ausstellung ist eine sehr gute Möglichkeit für die wissenschaftlichen Einrichtungen, sich den Bürgern zu präsentieren.“ Sie unterstreiche den Anspruch des Hauses der Wissenschaft, den Menschen der Stadt und des Umlandes aktuelle Forschung verständlich zu vermitteln. In Bremen sei schon früh erkannt worden, dass Wissenschaft zum Standortvorteil werde, wenn man sie mit regionaler Wirtschaft und Kultur verknüpfe und weiterentwickele. Quante-Brandt: „Die Auszeichnung ,Stadt der Wissenschaft‘ hat Bremen darin bekräftigt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.“

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