ABB fordert Zielvorgaben für Bioprodukte

„Ökologie ist kein Luxusthema“

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Der Öko-Landbau soll gefördert werden. Das fordert das Agrarpolitische Bündnis Bremen von einer zukünftigen rot-grünen Regierung.

Bremen - Das Agrarpolitische Bündnis Bremen (ABB) schlägt zu Beginn der rot-grünen Koalitionsverhandlungen Alarm. „Wichtige ökologische Herausforderungen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden als Luxus betrachtet und finden in den Themenkatalogen keine Beachtung“, sagt der Sprecher des Bündnisses, Peter Bargfrede von der Bremer Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft (EVG).

Und das findet das ABB nicht gut. „Die Ernährungswende ist kein Luxusthema“, sagt Bargfrede. Die Stadt Bremen trage vielmehr als Großverbraucher eine große Verantwortung für eine gesunde und ökologisch verträgliche Ernährung der Menschen in kommunalen Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Mensen und Kantinen. So habe sie beispielsweise die Möglichkeit, über eine verstärkte Nachfrage nach Bio-Produkten aus der Region konventionell wirtschaftende Landwirte zu ermutigen, auf den umweltschonenden Öko-Landbau umzusteigen.

Das Bündnis fordert jedenfalls, dass SPD und Grüne das 2014 beschlossene Projekt „Biostadt Bremen“ fortsetzen und in Zukunft so finanziell ausstatten, dass es zu einer Ernährungswende in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung kommen kann. „Wir erwarten, dass beide Parteien mit klaren Zielvorgaben für den Einsatz von Bioprodukten in öffentlichen Einrichtungen in die Koalitionsverhandlungen gehen“, sagt Bargfrede. Dem ABB schwebt ein 50-prozentiger Bio-Anteil in fünf Jahren in Kita- und Schulküchen vor.

Zu den Zielen einer „Biostadt Bremen“ muss es nach Ansicht des Bündnisses auch gehören, den Anteil des ökologischen Landbaus in Bremen von jetzt zehn Prozent auf mindestens 20 Prozent bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln.

Auch soll der neue Senat dem Billigfleisch aus der Massentierhaltung den Kampf ansagen. Das ABB hat dazu einen Bürgerantrag initiiert, der Billigfleisch aus der öffentlichen Beschaffung verbannen will, „weil die negativen Folgen der Massentierhaltung immer mehr Menschen beunruhigen und nicht mehr zu verantworten sind“. Bis zum Herbst müssen für den Bürgerantrag 4000 Unterschriften gesammelt werden.

je

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