Focke-Museum kooperiert mit Dom-Museum

Schlüssel, Ringe und Bischofsstäbe

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An der Vitrine mit der „Krümme von Limoges“ – von links gesehen: Detlev Gross (Stiftung Bremer Dom), Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz, Henrike Weyh, Frauke von der Haar und Professorin Uta Halle, Landesarchäologin.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Nach Diebstahl, Rückgabe und Restaurierung eines 800 Jahre alten Bischofsrings aus dem Bremer Dom-Museum war im vergangenen Jahr die Idee aufgekommen, das Dom-Museum könnte enger mit dem Focke-Museum zusammenarbeiten, das als Landesmuseum praktisch von Amts wegen für Bremens Geschichte zuständig ist (wir berichteten). Beide Häuser sollten Exponate austauschen.

Nun ist es soweit. Das Dom-Museum und das Focke-Museum haben in einem – mit Landesarchäologie und Kulturressort ausgehandelten – Kooperationsvertrag eine „verbesserte Zuordnung und Präsentation von Exponaten zur Dom- und Stadtgeschichte“ beschlossen, hieß es gestern. Vereinbart wurde „eine von beiden Einrichtungen akzeptierte Aufteilung der Grabungsfunde aus den Jahren 1972 bis 1974“. Etliche Fundstücke waren damals in mittelalterlichen Bischofsgräbern im Mittelschiff des St.-Petri-Doms entdeckt worden.

Aufgrund der neuen Vereinbarung kommt beispielsweise ein wertvoller Bischofsstab aus dem 13. Jahrhundert in die Innenstadt zurück. Die „Krümme von Limoges“ war bisher im Focke-Museum in Schwachhausen zu sehen – und wandert jetzt im Tausch mit anderen Exponaten ins Dom-Museum, das 1987 im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen der Kirche in Bremen eröffnet und 1995 erweitert worden war.

Für die „Krümme von Limoges“ aus Grab 18 wurde eine klimatisierte Ausstellungsvitrine gebaut, damit sie im Dom gezeigt werden kann, ohne dass sie Schaden nimmt. „Wir bekommen aus dem Focke-Museum auch den Schlüssel, mit dem der Dom nach einer langen Schließungsphase nach der Reformation 1638 wieder geöffnet wurde“, sagte Dr. Henrike Weyh, die Leiterin des Dom-Museums.

Die Funde aus Grab 19, zu denen die landeshistorisch bedeutende „Pantherkopfkrümme“ von Erzbischof GerhardII. (1190 bis 1258) gehört, sind fortan im Focke-Museum zu sehen. „Die ‚Pantherkopfkrümme‘ steht für eine Zeit, in der sich die städtische Bürgerschaft von der Kirche emanzipiert hat, dadurch ergänzt sie unsere Dauerausstellung sehr gut“, sagte Dr. Frauke von der Haar, Direktorin des Focke-Museums. Auch der 800 Jahre alte Bischofsring wird nun in Schwachhausen gezeigt. Er gehört ebenfalls zu Grab19.

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