Zollamt: Frauen versuchten Steuern zu hinterziehen

Zuviel Gold in der Handtasche

Bremen - Goldschmuck im Gesamtwert von fast 12.500 Euro wollten zwei 23 und 31 Jahre alte Frauen dieser Tage auf ihrer Rückreise aus der Türkei am Bremer Flughafen – am Zoll vorbei – nach Deutschland einführen. Das berichtete das Hauptzollamt am Mittwoch: „2.800 Euro an Steuern versuchten die Reisenden damit zu hinterziehen.“

Die Frauen hätten den Schmuck in ihren Handtaschen gehabt, aber auch an den Handgelenken getragen. „Natürlich schauen wir in solchen Fällen genauer nach“, so Jörg Winterfeld, der Leiter des Bremer Hauptzollamts. Denn: „Goldschmuck ist in der Türkei günstiger zu bekommen als in Deutschland. Das verleitet den einen oder anderen schon mal dazu, eine größere Menge in die EU einzuführen.“ Bei einer Überschreitung der sogenannten Reisefreimenge müssten die Reisenden ihre Waren beim Zoll anmelden – und die fälligen Steuern bezahlen. So auch im Fall der beiden Frauen. Sie haben die Einfuhrsteuern nach der Kontrolle auch gezahlt. „Aber um die Einleitung eines Steuerstrafverfahrens sind sie deshalb nicht herumgekommen“, hieß es beim Hauptzollamt weiter.

Reisende haben, so die Auskunft der Zöllner, bei der Einfuhr von – wie es in der Amtssprache in unvergleichlicher Schönheit heißt – „Waren ohne kommerziellen Charakter“ aus Staaten außerhalb der Europäischen Union eine Reisefreimenge in Höhe von 300 Euro Warenwert. Für Flug- und Seereisende gelten 430 Euro Warenwert. Hinzu kommen besondere Freimengen für Tabakwaren, alkoholhaltige Waren, Arzneimittel sowie auch für Kraftstoffe. Für Reisende im Alter von weniger als 15 Jahren gilt eine Reisefreimenge von 175 Euro. 

kuz

Rubriklistenbild: © Polizei/Symbolbild

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