22 Verbindungen betroffen

Verdi-Streik am Bremer Flughafen: Lufthansa- und Eurowings-Flüge fallen aus

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Am Dienstag wird am Flughafen Bremen gestreikt.

Bremen/Berlin - Reisende müssen sich an diesem Dienstag auf massive Einschränkungen am Bremer Flughafen einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestreikt im Tarifstreit um die Bezahlung im öffentlichen Dienst zudem die Flughäfen in Frankfurt/Main, München und Köln.

In der Hansestadt an der Weser sind alle Mitarbeiter, die beim Hans-Koschnick-Airport im öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen beschäftigt sind, teilte Verdi gegenüber der Kreiszeitung mit. Dazu zählen die Flughafenfeuerwehr, Fracht- und vor allem das Bodenverkehrspersonal. 

Der Beginn des Warnstreiks ist für 7.30 Uhr angekündigt. Wie lange der Aufruf gilt, wollte die Gewerkschaft nicht verraten. Die Lufthansa geht davon aus, dass die Streiks an den vier Flughäfen spätestens um 18 Uhr beendet sein werden.

Die Lufthansa kündigte darüber hinaus an, am Dienstag mehr als 800 ihrer ursprünglich geplanten 1600 Flüge, davon 58 Langstreckenverbindungen, zu streichen.

Flüge von/nach München, Frankfurt und Stuttgart betroffen

Von und nach Bremen entfallen 16 von 17 Flügen der Lufthansa von/nach München und Frankfurt. In Hannover fallen 18 von 28 Flügen aus. Auch die sechs Eurowings-Flüge zwischen Bremen und Stuttgart starten nicht.

Auf jeden Fall müssen Reisende mit langen Wartezeiten rechnen, sagte eine Verdi-Sprecherin. Denn unter anderem wird das Abfertigungspersonal in Bremen ab 7.30 Uhr und an den großen Flughäfen Frankfurt und München von den frühen Morgenstunden an die Arbeit niederlegen. Sollte auch die Mehrheit der Flughafenfeuerwehrleute nicht arbeiten, könnte der ganze Flugbetrieb in Bremen ausfallen. Denn die Feuerwehr stellt die Flugsicherheit her.

Kunden sollen sich bei Airlines informieren

Falls in Bremen weitere Flüge ausfallen würden, werde dies der Flughafen auf seiner Webseite in der Rubrik „Tagesflugplan“ bekanntgeben, teilte Pressesprecherin Andrea Hartmann am Montagnachmittag mit. Außerdem sollen sich die Kunden bei der jeweiligen Airline über den eigenen Flugstatus informieren.

Bundesweit betroffen von den Streiks seien etwa 90.000 Fluggäste, so heißt es aus Gewerkschaftskreisen. Verdi selbst rechnet damit, dass es auch im übrigen Flugverkehr zu spürbaren Verzögerungen im Flugplan kommen werde.

Die Lufthansa hat auf ihrer Homepage einen Ersatzflugplan und weitere Informationen für Reisende zusammengefasst. Akzeptanz können die Beschäftigten seitens der Lufthansa übrigens nicht erwarten: „Es ist vollkommen inakzeptabel, dass die Gewerkschaft diesen Konflikt auf dem Rücken unbeteiligter Fluggäste austrägt. Lufthansa ist gar nicht Partei in diesem Tarifkonflikt, dennoch sind vor allem unsere Kunden und wir von den Folgen der Auseinandersetzung betroffen“, sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Streiks auch in anderen Bereichen

Auch in anderen Bereichen kommt es laut Verdi in den kommenden Tagen bundesweit zu massiven Streiks. In Nordrhein-Westfalen werden demnach am Dienstag unter anderem der Nahverkehr, kommunale Kitas, Versorgungsbetriebe und Stadtverwaltungen bestreikt. In Niedersachsen kommt es vielerorts am Donnerstag zu Warnstreiks - unter anderem sind kommunale Kitas betroffen.

Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. An diesem Sonntag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde, die ein Ergebnis bringen soll.

je/kom/dpa

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