Am Airport Bremen

Flieger unter Quarantäne: Passagier mit Verdacht auf Hirnhautentzündung

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Unangenehme Wartezeit am Montagabend für die Passagiere eines Fliegers aus Hurghada (Ägypten): Sie mussten nach der Landung auf dem Bremer Airport um 21.46 Uhr für knapp zwei Stunden in der Maschine ausharren. Grund: Es gab den Verdacht, dass ein Fluggast möglicherweise an einer ansteckenden Hirnhautentzündung erkrankt sein könnte.

Wie Michael Richartz, Sprecher der Bremer Feuerwehr, auf Nachfrage sagte, hatte der Passagier Fieber. Es sei dann der Verdacht auf Meningitis geäußert worden. Daraufhin, das bestätigte auch eine Sprecherin des Flughafens, lief ein Notfallplan für Krankheitsverdachtsfälle an. Feuerwehr, Stadt und Gesundheitsamt arbeiten dabei Hand in Hand. Rund 130 Menschen – Passagiere und Besatzung – mussten zunächst an Bord in Quarantäne bleiben. 

Die Feuerwehr rückte mit einem kleinen Rettungsteam samt Notärztin aus. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und der Reiseanamnese des Mannes sei der Verdacht auf Hirnhautentzündung „so gut wie ausgeschlossen“ worden, sagte Richartz. Daraufhin durften die Passagiere den Flieger verlassen. Zuvor habe die Notärztin sie über Lautsprecher beraten, auf was vorsorglich die nächsten Tage zu achten sei. Laut Flughafen war die Einreise um 23.45 Uhr beendet. Der Mann kam in eine Klinik. Hinweise auf eine Meningitis bekam die Feuerwehr bisher nicht, so Richartz.

Die wartenden Angehörigen der Fluggäste wurden durch das Notfallmanagement betreut. Einige fühlten sich dennoch nicht gut informiert. Dazu sagte am Dienstag auf Nachfrage Airport-Sprecherin Beate Niemeyer: "In den Notfallplänen sind Verfahren für die Kommunikation mit Passagieren und Abholern berücksichtigt. Wie in jeder besonderen Situation, ist es von größter Bedeutung, dass nur gesicherte Informationen weitergegeben werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Falschinformationen oder Spekulationen zu Verunsicherung oder gar Panik führen." Als dem Flughafen seitens der Notärztin der Feuerwehr Bremen gesicherte Informationen vorgelegen hätten, seien diese auch sofort kommuniziert worden.

Rubriklistenbild: © Jörg Esser

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