Mehrere Unfälle am Sonntag

Airport Bremen: Eisiger Nordwind lässt Landebahn gefrieren

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Dieser Wagen dürfte nur noch Schrottwert haben. Nach einem Unfall bei Eisglätte auf der A 27 geriet der Motor in Flammen und brannte komplett aus.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Mehrere Flugausfälle hat das eiskalte Wetter mit Schneefall dem Airport Bremen beschert. Am Sonntagabend mussten sechs Maschine umgeleitet werden, da die Lande- sozusagen zur Rutschbahn wurde. Als Folge der Umleitungen fielen am Montagmorgen drei Flüge aus, wie eine Sprecherin des Flughafens auf Nachfrage bestätigte. Auf den Bremer Straßen kam es am Sonntag zu Glätteunfällen, unter anderem auf der Autobahn 27.

Während es am Sonntagmittag in Teilen des niedersächsischen Umlands zwar kalt war, aber nicht weiß aussah, präsentierte sich Bremen bereits als Winterlandschaft mit Schnee. Und am Abend wurde es richtig eisekalt, gegen 21.15 Uhr zeigte das Thermometer minus vier Grad an. Selbst in der Innenstadt hatten Mitarbeiter der Entsorgung Nord (Eno) ihre liebe Mühe damit, die Straßen und Fußwege mit Hilfe von Salz rutschsicher zu machen. Noch ärger muss es auf dem Flughafen gewesen sein, wo gegen 21.30 Uhr insbesondere der Nordwind voll zuschlug, wie Sprecherin Andrea Hartmann sagte. 

Feuchtigkeit, Kälte und eben der Nordwind sorgten den Angaben zufolge dafür, dass ein Teilstück der Start- und Landebahn an der Nordseite trotz permanenter Enteisung sofort wieder überfror. Hartmann: „Das Team hat alles gegeben, aber der Bereich war nicht eisfrei zu bekommen. Der eisige Nordwind drückte weiter auf die Bahn.“ Keine Chance für Flugzeuge, in Bremen sicher zu landen. So leitete der Flughafen sechs Maschinen um. 

Betroffen waren Flüge aus München, Amsterdam, Stuttgart, Fuerteventura, London und Frankfurt. Alle sechs Flieger mussten in Hannover landen, die Passagiere von dort aus ihren Heimweg antreten. Folge für den Montag: Weil die Maschinen nicht in Bremen standen, fielen am Morgen insgesamt drei Flüge von Lufthansa und Eurowings aus. Am Tag lief der Flugbetrieb normal weiter, wie die Sprecherin sagte.

Unfälle bereits am Sonntagnachmittag

Bereits am Sonntagnachmittag war es in Bremen zu Glätteunfällen gekommen. Auf der A27 krachte es gleich dreimal hintereinander, wie eine Polizeisprecherin am Montag mitteilte. Eine Frau erlitt Verletzungen. Zunächst geriet gegen 16 Uhr ein 27-jähriger Autofahrer mit seinem BMW auf Höhe der Anschlussstelle Horn in Richtung Hannover ins Schleudern. Das Auto kam an der Schutzplanke zum Stehen. Der Mann und seine 23-jährige Frau verließen das Fahrzeug. Wie gut, denn kurz darauf stand der Motor in Flammen und brannte in voller Ausdehnung, wie die Polizeisprecherin berichtete. Aufgrund der Löschmaßnahmen musste die Fahrbahn fast eine Stunde lang gesperrt werden. Die Beifahrerin verletzte sich bei dem Unfall leicht.

Zehn Minuten später kollidierten etwa 300 Meter vor der Anschlussstelle ein 65-jähriger Mercedes-Fahrer und ein 52-jähriger Skoda-Fahrer beim Fahrstreifenwechsel miteinander. Verletzt wurde dabei niemand.

Weitere 15 Minuten später verlor ein 26-jähriger Mercedes-Fahrer laut Polizei aufgrund von Straßenglätte die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam ins Schleudern. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden, heißt es. Es blieb bei Blechschaden. Gegen 18 Uhr waren die Aufräumarbeiten beendet, die Fahrbahn wurde wieder freigegeben.

Am Montag meldete die Polizei auf Anfrage trotz des Winterwetters keine großartige Häufung von Unfällen. „Die Verkehrsteilnehmer hatten sich auf die Straßenverhältnisse eingestellt“, sagte ein Sprecher.

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