Floriane Eichhorn spielt in der Komödie „Landeier 2“ am Packhaustheater

„Es kommt aufs Timing an“

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Die Schauspielerin Floriane Eichhorn während einer Probe im „Landeier“-Bühnenbild.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die „Landeier“ kommen wieder – und eine Frau freut sich ganz besonders darauf: Floriane Eichhorn. Sie spielt in „Landeier 2“ die Rolle der Lavinia. Für die Darstellerin ist es eine Premiere, denn: „Ich habe noch nie Boulevard gespielt.“

Das Stück „Landeier 2 – Jetzt geht‘s zum Scheunenfest“ kommt am Donnerstag, 4. Februar, im Packhaustheater (Schnoor) heraus (Beginn: 20 Uhr, weitere Vorstellungen bis Mai). David Wehle inszeniert die Komödie von Marco Linke (Weyher Theater), die sich wieder an der Fernsehserie „Neues aus Büttenwarder“ orientiert. Ganz so, wie es schon bei „Landeier 1 – Bauern suchen Frauen“ gewesen ist. Neben Eichhorn auf der Bühne: Gabriele van Boxen, Manuel Ettelt, Eckhard Ischebeck, Rüdiger Schade und Jörg Schlichtkrull.

Floriane Eichhorn, 1981 im damaligen Ost-Berlin geboren, stand schon zu Kinder- und Jugendzeiten vor der Kamera – oft gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Fritzi Eichhorn. So zum Beispiel 1994 in der Kästner-Adaption „Charlie und Louise – Das doppelte Lottchen“ von Joseph Vilsmaier.

Später verlagerte sich der Schwerpunkt – von Gemeinschaftsauftritten in Folgen von TV-Serien wie „In aller Freundschaft“ abgesehen – mehr zur Bühne, vor allem zum Kinder- und Jugendtheater.

Mit dem Ensemble „Theaterspiel“ (Sitz: Witten, Nordrhein-Westfalen) ist Floriane Eichhorn nun viel im deutschsprachigen Raum auf Tournee, spielt in Klassenzimmern, Turnhallen und Theatern. Politische Stücke sind es da, die in die Tiefe gehen. Und nach der Vorstellung wird mit den jugendlichen Zuschauern diskutiert, sagt Eichhorn beim Gespräch im Packhaus-Foyer. In einem Stück spielt sie ein Mädchen, das sich in der NS-Zeit zu einer Widerstandskämpferin entwickelt. In einem anderen Stück spielt sie eine Frau, die in der rechten Szene ist. „Es ist so wichtig, dass man über diese Dinge spricht“, sagt Floriane Eichhorn über ihre Arbeit bei „Theaterspiel“.

Die Boulevard-Arbeit in Bremen, sie biete ihr nun einen „schönen Ausgleich“ zu den politischen Stücken, sagt die Schauspielerin. Ein ganz anderes Arbeiten sei es: „Im Boulevard kommt es sehr aufs Timing an.“ Sprich: „Wenn man zwei, drei Sekunden zu lang wartet, kann es sein, dass der Gag verpufft ist.“ Nicht umsonst heißt es ja auch immer, dass gute Boulevardstücke wie ein präzise laufendes Uhrwerk funktionieren.

Wie ist Eichhorn nach Bremen gekommen? Auch das hat ja manchmal etwas mit Timing zu tun. „Ich habe eine Initiativbewerbung geschickt“, sagt sie. „Und es hat geklappt. Ich freue mich total.“ Zur Vorbereitung hat sie sich – neben der Probenarbeit – gewissermaßen zu Recherchezwecken schon manches Mal „Landeier 1“ angeguckt.

In „Landeier 2“ geht es nun unter anderem darum, die Dorfkneipe zu retten. Und dann steht ja auch noch das Preistanzen der Landfrauen beim Scheunenfest auf dem Programm. Bei den Proben scheint es dabei mit dem richtigen Timing gut zu klappen. „Wir haben sehr viel Spaß und lachen so viel“, sagt Floriane Eichhorn. „Und ich liebe es einfach, zu lachen.“

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