Umweltsenator Lohse weiht Park am Weserwehr ein / 650 000 Euro Kosten

Fischtreppe und Hügelkette

Alt und Neu in harmonischer Eintracht – alte Bäume, junge Bäume und eine sanfte Hügellandschaft prägen den neuen Park am Weserwehr. Gestern wurde er eingeweiht. ·
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Alt und Neu in harmonischer Eintracht – alte Bäume, junge Bäume und eine sanfte Hügellandschaft prägen den neuen Park am Weserwehr. Gestern wurde er eingeweiht. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj„Er ist wirklich schön geworden. Und die modellierte Hügellandschaft hält den Autolärm fern.“ Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) gehörte zu jenen, die gestern Mittag in Hastedt Loblieder anstimmten – Loblieder auf den Park am Weserwehr, der mit eben diesen Hymnen eingeweiht wurde.

Da standen die Gäste im Nieselregen und lauschten dem Rauschen – nicht dem Rauschen des Straßenverkehrs, das bremsen ja die künstlichen und bis zu zwei Meter hohen Hügel aus. Eher dem kräftigen Rauschen des Wassers am Weserwehr mit seiner Fischtreppe.

Diese Treppe können Parkbesucher sehen, wenn sie durch den Rost direkt in die Tiefe schauen.

Und die Gäste lauschten, natürlich, dem Rauschen der lobenden Worte. „Man sieht nicht, wo öffentlicher in privaten Grund übergeht“, lobte Lohse zum Beispiel. Der neue Park könne „den Ruf Bremens als grüne Stadt festigen“. Als ob das noch notwendig wäre. . . Insgesamt pflegt der Umweltbetrieb Bremen in der Hansestadt etwa 20 Millionen Quadratmeter Grün und 400 000 Bäume, hieß es jüngst in einer CDU-Anfrage in der Bürgerschaft.

Lohse: „Die Menschen müssen gerne hier leben wollen, deshalb ist Aufenthaltsqualität wichtig.“ Die Hügelkette, weite Rasenflächen, Baumgruppen, neue Wegeverbindungen und ein direkter Blick auf den Fluss: 50 000 Quadratmeter ist der neue Park groß, der einen früheren Sportplatz mit einschließt – wobei die Rasenfläche inzwischen eher zum Grillen als zum Fußballspielen einlädt.

Der Park ist mit dem Bau des neuen Weserkraftwerks entstanden. Er verbindet den Hastedter Osterdeich mit dem Areal des Kraftwerks, das im vergangenen Jahr in Betrieb gegangen ist. Auf dem Betriebsgelände des Weserkraftwerks wird Strom aus Wasserkraft erzeugt. Dass es mit dem Park etwas länger dauerte als mit dem Kraftwerk, führte Lohse unter anderem auf Bodenverunreinigungen zurück, die zunächst beseitigt werden mussten.

650 000 Euro hat er gekostet, der Park am Weserwehr, und das Geld sprudelte aus drei Quellen: Europäische Union („Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung“), Bau- und Umweltressort, Stiftung Wohnliche Stadt.

Die Betreiber des Weserkraftwerks Bremen (WKB) mit den Anteilseignern SWB (früher: Stadtwerke) und Enercon stellten einen Teil ihres Betriebsgeländes für die Öffentlichkeit zur Verfügung, so dass der Park in dem von Lohse gelobten Zusammenspiel von privatem und öffentlichem Grund angelegt werden konnte.

Und bald, so Ortsamtsleiter Ullrich Höft, kommt auch noch ein Biergarten hinzu – im Wehrschloss, das am Ende des Parks liegt und von einem Gastwirt übernommen wurde (wir berichteten).

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