Feuerwehren aus Achim, Verden und Oldenburg üben in Bremen

Höhenretter im Hochregal

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Die Feuerwehren bereiten sich auf die Rettungsübung im BLG-Hochregallager in Bremen vor.

Bremen - Ganz schön hoch so ein Hochregallager. Bis zu 42 Meter sind die Regale der BLG-Logistik-Gruppe in Bremen hoch. Genau richtig für eine Rettungsübung, die hoch hinaus geht, dachten sich jetzt die Feuerwehren aus Verden, Achim und Oldenburg. Die BLG stellte den Helfern das Hochregallager gern zur Verfügung, wie gestern eine Sprecherin betonte.

Sichere Übergabe der Trage vom oberen zum unteren Flaschenzug.

Fast bis ganz oben gingen die engagierten Helfer der Feuerwehren. In einem der drei Hochregallagerblöcke mit 146 Metern Länge, 70 Metern Breite und 42 Metern Höhe probte das 16-köpfige Spezialistenteam im Rahmen eines Lehrgangs den Ernstfall. „Es gibt nicht viele Orte in der Region, an denen wir eine Rettung aus solcher Höhe üben können“, sagte Lehrgangsleiter Jens Warncke von der Verdener Feuerwehr. „Für unsere Kameraden von der Absturzsicherung war das eine großartige Chance zu testen, wie es um unsere Fähigkeiten in solchen Extremsituationen und um die technische Ausstattung bestellt ist“, so Warncke. Die Aufgabe des Feuerwehrteams, das sich in drei Trupps aufgeteilt hatte, bestand den Angaben zufolge darin, einen verletzten Dummy von einem der automatischen Regalbediengeräte aus 38 Metern Höhe sicher auf den Boden zurückzuholen – schonend, in liegender Position. Über eine Notaufstiegsleiter kletterten zunächst zwei gesicherte Feuerwehrmänner samt Notfallrettungsrucksack an einem der Regalbediengeräte auf die oberste Plattform. Sie sollten die Erstversorgung und Sicherung des „Verletzten“ übernehmen und das Sicherungsseil für die nachfolgenden Retter anbringen. Laut Warncke ist damit normalerweise die Hauptaufgabe erfüllt. Die nachfolgende Rettung führt meistens die nächstgelegene Feuerwehr mit Höhenrettern durch. Im Rahmen dieser Ausbildung durfte die Absturzsicherung allerdings mit ihren Mitteln weiterarbeiten.

Rund 20 Meter unterhalb der Plattform postierte sich der zweite Trupp. Ein dritter Trupp formte die Bodenstation. Per Flaschenzug sollte nun der 75 Kilo schwere Dummy liegend auf einer Trage nach unten gelassen werden. Da die Feuerwehren nicht über Auf- und Abseilgeräte mit ausreichendem Hub verfügen, mussten dafür drei Seile miteinander kombiniert und insgesamt zwei Flaschenzüge gebildet werden. Eine besondere Herausforderung bestand den Angaben nach in der sicheren Übergabe der Trage von dem oberen zum unteren Flaschenzug. Nach eineinhalb Stunden war die Rettung geglückt. „Bei einem realen Einsatz hätten wir mit weniger Aufwand schneller gearbeitet. Wir wollten diese Übung aber auch bewusst nutzen, um das Szenario möglichst komplex und technisch anspruchsvoll zu bearbeiten. Das ist uns gelungen“, freute sich Warncke.

Von BLG-Seite begleiteten Britta Philipsen, Leiterin des operativen Geschäfts im Hochregallager, und Peter Wannagat aus dem Bereich Technik die Höhenrettungsübung. Auch wenn die Sicherheitsstandards bei der BLG hoch seien, wisse man nun, dass das Unternehmen im Ernstfall auf die Feuerwehren aus der Umgebung zählen könne. Das Logistikunternehmen selbst hält das nötige Gerät sowie geschultes Personal für eine Höhenrettung vor, muss aber Spezialkräfte hinzuziehen, wenn ein liegender Transport erforderlich wäre, sagte Sprecherin Julia Schmelter.

gn

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