Großeinsatz der Feuerwehr

Gift-Unfall in Sebaldsbrück: Fünf Verletzte und Großeinsatz

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Die Feuerwehr war bis in den frühen Morgen mit über 75 Einsatzkräften und 23 Fahrzeugen vor Ort.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Aus einem Tank eines Entkoffeinierungsbetrieb Sebaldsbrück ist die giftige Flüssigkeit Dichlormethan ausgetreten. Bei dem Gefahrstoffunfall wurden fünf Menschen verletzt. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Wie es zu dem Leck gekommen war, wird noch ermittelt. So macht sich unter anderem das Gewerbeaufsichtsamt ein Bild von der Unfallstelle.

Mitarbeiter der Firma konnten das Leck am Dienstagabend nicht mehr mit eigenen Mitteln schließen und alarmierten gegen 19.20 Uhr die Feuerwehr.

Die war zunächst mit 32 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen nach Sebaldsbrück geeilt. Die Lage vor Ort machte es nötig, weitere Kräfte anzufordern. Schließlich waren 75 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen damit beschäftigt, das Leck zu schließen und die ausgetretene Flüssigkeit aufzunehmen.

Das Gift hatte sich über eine Fläche von 250 Quadratmetern ausgebreitet. Die Einsatzkräfte mussten hier unter Atemschutz und in Chemie-Vollschutzanzügen arbeiten. Es sei gelungen, das Leck schnell abzudichten, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Sehr aufwendig waren die Folgearbeiten, um die ausgelaufene Flüssigkeitsmenge aufzunehmen und die Gefahren zu beseitigen.“ Der Feuerwehreinsatz dauerte bis Mittwochmorgen, 9 Uhr.

Fünf Menschen bei Gefahrstoffunfall in Bremen verletzt

Das süßlich riechende Dichlormethan wird unter anderem als Entfettungsmittel, als Abbeizmittel für Lacke und eben auch als Extraktionsmittel für Koffein eingesetzt. Die Chemikalie steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die von der Feuerwehr aufgenommene Flüssigkeit soll nun von einem Fachunternehmen entsorgt werden.

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