Großfeuer bei "Harms am Wall" wurde vorsätzlich gelegt

Vorsätzliche Brandstiftung ist die Ursache für das Großfeuer im traditionsreichen Mode- und Textilhaus "Harms am Wall" am Mittwochabend.

Bremen. Von Elisabeth Gnuschke. Vorsätzliche Brandstiftung ist die Ursache für das Großfeuer im traditionsreichen Mode- und Textilhaus „Harms am Wall“ am Mittwochabend. Zu diesem Schluss kommt die Staatsanwaltschaft Bremen nach der vorläufigen Auswertung der Videoaufnahmen und der ersten Einschätzung der Brandexperten.

Das bestätigte am Montag Staatsanwältin Dr. Silke Noltensmeier. Sie betonte, dass es sich um eine „vorläufige Einschätzung“ handele, da die Ermittlungen und Auswertungen andauerten. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe sich der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung bestätigt. In dem vierstöckigen historischen Gebäude sei an mehreren Stellen Feuer gelegt worden, sagte Noltensmeier. Zudem sei auf den Videoaufnahmen ein maskierter Täter zu sehen. Ein zweiter Räuber sei bisher nicht entdeckt worden, das Material werde jedoch weiter geprüft.

Wie berichtet, hatte Geschäftsführer Hans Eulenbruch vor der Polizei angegeben, er sei von zwei Tätern überfallen und eingesperrt worden. Er habe sich nach etwa einer Stunde befreien können. Die Videoaufnahmen habe er bei seiner Flucht noch aus den Flammen retten können. Laut Noltensmeier werden die Ermittlungen und Auswertungen fortgesetzt. Unter anderem soll eine Funkzellenabfrage Aufschluss darüber geben, welche Handys zur Tatzeit im Umfeld eingeloggt waren. Eulenbruch selbst, davon geht die Staatsanwaltschaft nach dem bisherigen Stand aus, habe sein Handy nicht bei sich gehabt, als er eingesperrt gewesen sei.

Das Großfeuer in dem Modehaus richtete nach Schätzungen der Feuerwehr einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe an. Die Löscharbeiten dauerten bis zum nächsten Tag. Um die 160 Feuerwehrleute mit mehr als 50 Fahrzeugen waren im Einsatz. Die Experten aus dem Bauamt stuften das Gebäude am Freitag nach der Begutachtung als „nicht sanierungsfähig“ ein. Anders ausgedrückt: Das Gebäude, um dessen Renovierungskosten sich Eigentümer und „Harms“ als Mieter seit Jahren streiten, muss abgerissen werden.

Dem Vernehmen nach will Eulenbruch sein 50 Mitarbeiter umfassendes Unternehmen an anderer Stelle wieder aufbauen. Die Straße Am Wall ist seit dem Ausbruch des Feuers gesperrt – und bleibt es zunächst weiter. Zu gefährlich sind herabfallende Teile, heißt es.

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