Neues Festival-Konzept Thema in der Kulturdeputation

Breminale soll den „lokalen Bezug“ stärken

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Live-Musik im Zelt: Szene von der Breminale. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Was wird aus der Breminale? Eine Frage, die am Dienstag bei der Sitzung der Kulturdeputation im Konsul-Hackfeld-Haus (Birkenstraße) nicht unbedingt für Feststimmung sorgte. Wie berichtet, begleiten Querelen seit Monaten die Vorbereitung des Kulturfestivals am Osterdeich. Das Kulturressort setzt unterdessen darauf, dass das Festival auch in diesem Jahr stattfindet.

Bei den Querelen geht es – unter anderem – ums liebe Geld. 65 000 Euro hatte Bremen ursprünglich im Kulturhaushalt 2018/19 eingeplant, hinzu kommen 60 000 Euro aus einem Projektmitteltopf der Wirtschaftsförderer von der WFB. Vor der Sitzung wurde nun bekannt, dass die Wirtschaftsförderung ihren Beitrag noch „prüfen“ wolle.

Claas Rohmeyer, kulturpolitischer Sprecher der oppositionellen CDU-Fraktion, sprach sich derweil klar für eine Fortführung des Fests aus. Wenig Kommerz, viel Kultur – das müsse das Motto sein. Schließlich könne Bremen nicht ein Volksfest am Osterdeich subventionieren. Die Ausrichtung des Festivals sei „vornehmlich nicht kommerziell“, schreibt auch das Ressort in einer Deputationsvorlage.

Im nicht öffentlichen Teil der Deputationssitzung stellten die Breminale-Macher – sprich: der neue Veranstalter „Concept Bureau“ – ein Konzept für das Fest vor. Das Kulturressort hatte es bereits vorab geprüft – Ergebnis hier: Förderung kann laufen.

Bleibt zunächst die offene Frage in Sachen WFB-Geld. Bisher hatte „Sternkultur“ als Veranstalter die Fördermittel bekommen. Wegen des Krachs zwischen den Veranstalter- und Organisationsgesellschaften „Breminale GmbH“ und „Sternkultur“ waren die Mittel zurückgestellt worden (wir berichteten). „Concept Bureau“ musste als neuer Veranstalter neue Anträge stellen – und eben ein neues Konzept vorlegen. Die öffentlichen Gelder sollen ja an den neuen Veranstalter fließen. Da es sich um das Konzept eines privaten Anbieters handele, werde auch hinter verschlossenen Türen darüber gesprochen, hieß es. Zudem verhandelten die Veranstalter noch mit möglichen Partnern.

„Musikalische Qualität steigern“

„Die Breminale betont als eines der wichtigsten Kulturfestivals in Bremen und als unverzichtbarer Bestandteil des Bremer Stadtmarketings Bremens Rolle als Oberzentrum in der Region Nordwest“, hieß es unterdessen in der Deputationsvorlage des Kulturressorts. Der neue Veranstalter wolle unter anderem Partnerschaften ausweiten, den „lokalen Bezug“ stärken und für eine „Steigerung der musikalischen Qualität“ sorgen. Auch an eine „Integration der Bremer Clubkultur“ und eine „Ausdehnung des Kinder- und Familienprogramms“ werde gedacht. Das Ressort sei der Auffassung, dass „ein überzeugendes, zukunftsweisendes Konzept entwickelt und vorgelegt wurde“.

Zumindest die Bemerkung zur musikalischen Qualität verwundert allerdings – war es doch gerade die Musik, mit der die Breminale in den zurückliegenden Jahren gepunktet hat. In einem breitgefächerten Programm traten Künstler wie „Someday Jacob“, „Faakmarwin“, Lotte, Pohlmann und Alice Merton („No Roots“) auf.

Im Ressort formuliert man es so: „Der andauernde Erfolg dieser Großveranstaltung hängt davon ab, Schritt zu halten mit zeitgemäßen Entwicklungen hinsichtlich der künstlerischen Programmatik und der Erhaltung bestehender sowie der Erreichung neuer Zielgruppen.“

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