Zum „Festival Maritim“ werden 80000 Besucher in Vegesack erwartet

„Karrik‘s“ und „Rzepczyno“

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Viel los auf der Bühne: „Shanty-Slam“ beim „Festival Maritim“ in Vegesack. Die Organisatoren erwarten in diesem Jahr mehr als 80000 Besucher im Bremer Norden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Karrik‘s“, „Brakzand“ und „Rzepczyno“ aus Schweden, Holland und Polen. Drei der Bands, die beim „Festival Maritim“ in Vegesack auftreten. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) eröffnet es morgen, Freitag, um 19 Uhr im Stadtgarten. Bis einschließlich Sonntag, 3. August, wird dann allerorten maritim musiziert.

Zur Eröffnung gibt es zwar keinen Pauken-, wohl aber einen Glockenschlag. Eine Premiere ist das. Erstmals seit Bestehen des international bekannten „Sea-Music“-Festivals läutet eine Schiffsglocke das dreitägige Spektakel ein.

Organisator Fritz Rapp hatte die Schiffsglocke bei einem Vegesacker Trödler entdeckt. Der Holzbildhauer Klaus Lerche aus Lemwerder, mit seinen Arbeiten zum fünften Mal auf dem Festival präsent, regte an, ein Gerüst aus Holz und Stahl für die Glocke zu bauen. So kann sie nun frei schwingen. Oben auf dem Gerüst sitzt eine Holzfigur Lerches. Anmutung: Mischung aus Galionsfigur und „Altem Fritz“.

32 Bands, Gruppen und Chöre sind nach dem Glockenschlag aufgerufen, bis Sonntagabend ihre Künste zu zeigen – Shanty-Klänge, Folk, Rock. 150 Konzerte auf zehn Bühnen. Musik am „Vegesacker Balkon“ und am „Schulschiff Deutschland“. Musik auf der Straße und auf der Fähre. Zum 16. Mal treffen sich Stars der weltumspannend aktiven „Sea-Music“-Szene im Bremer Norden. Gastland ist dieses Mal Schweden.

Das Festival ist längst zu einem touristischen Wirtschaftsfaktor gewachsen. Dafür sprechen nicht allein die mehr als 80000 Besucher, die die Organisatoren erwarten – morgen von 19 bis 23 Uhr (oder länger...), Sonnabend in der Zeit von 10 bis 22.15 Uhr, am Sonntag wieder ab 10 Uhr. Zum Finale steht am Sonntag auf der Bühne am „Vegesacker Balkon“ ein „Shanty-Slam“ auf dem Programm – ab 20.30 Uhr, um genau zu sein. Um 22.10 Uhr folgt dann ein Finalauftritt aller Gruppen. Um 22.20 Uhr soll ein Höhenfeuerwerk über der Weser beginnen.

„Für uns ist das ‚Festival Maritim‘ eines der wichtigsten Festivals der Stadt“, sagt Maike Lucas von der Bremer Touristik-Zentrale. „Ein wichtiges Ereignis für Bremen, das wir gerne fördern“, sagt Klaus Sondergeld von der Wirtschaftsförderung, die mit 50000 Euro dabei ist. Im vorigen Jahr, berichtet Sondergeld, habe er in Vegesack eine Frau aus Stuttgart getroffen, die bereits zum dritten Mal wegen des Festivals nach Bremen gereist sei. „Das Konzept geht auf.“ So sieht es auch Maike Lucas: „Viele Bremen-Besucher kommen anlassbezogen.“

Und viele Bremen-Besucher erwarten etwas Maritimes in der Hansestadt. Auch aus diesem Grund passt das Vegesacker Festival ins Konzept.

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