Bremer Blutspender in Berlin ausgezeichnet

DRK-Festakt mit Carmen Nebel

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Andreas Schilling aus Hemelingen ist dieser Tage in Berlin für sein ehrenamtliches Engagement beim Blutspenden ausgezeichnet worden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. In Berlin eine Auszeichnung entgegennehmen – genau das hat Andreas Schilling aus Hemelingen jetzt gemacht. Zusammen mit 64 weiteren Blutspendern aus ganz Deutschland ist Schilling für sein ehrenamtliches Engagement beim Blutspenden ausgezeichnet worden – und das in einem ansprechenden Rahmen: bei einem Festakt in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg. Die Auszeichnung kam vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Die Moderatorin und Rotkreuz-Botschafterin Carmen Nebel und DRK-Präsident Rudolf Seiters überreichten dem Bremer die (von der Designerin Jette Joop entworfene) DRK-Ehrennadel. Auch DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg war dabei. „Schilling wurde geehrt, da er als 29-Jähriger schon 38-mal Blut gespendet hat“, sagte der Bremer Rotkreuz-Sprecher Lübbo Roewer.

Gemeinsam mit den etwa 1,9 Millionen DRK-Blutspendern, die mit ihrem Engagement kranke Mitmenschen in ihrer jeweiligen Heimatregion unterstützen, „sichern die gemeinnützigen DRK-Blutspendedienste bundesweit die Patientenversorgung mit qualitativ hochwertigen Blutprodukten zu 70 Prozent ab“, so der DRK-Sprecher weiter. Die Herstellung von Blutpräparaten aus dem gespendeten Blut in Deutschland unterliegt dem Arzneimittelgesetz.

Der Festakt, in dessen Rahmen Schilling ausgezeichnet worden ist, wurde am „Weltblutspendertag“ gefeiert, der auf den Geburtstag von Karl Landsteiner (1868 bis 1943) fällt. Der österreichisch-amerikanische Pathologe und Serologe gilt als Pionier der Transfusionsmedizin.

Köhne Honorarkonsul für Indonesien

Bremen und Indonesien verbindet eine lange Handelstradition – und die wiederum ist eng, sehr eng mit Tabak verbunden. Der Tabakhändler Wolfgang Köhne, Vorsitzender der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft, kann viel dazu erzählen, sehr viel. Aber nun steht erst einmal etwas anderes an – was ebenfalls viel, sehr viel mit Indonesien zu tun hat: Wolfgang Köhne ist neuer Honorarkonsul für Indonesien. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) überreicht ihm am Freitag, 23. Juni, die entsprechende Urkunde.

Zu diesem Anlass kommen auch Indonesiens Botschafter in Deutschland, Fauzi Bowo, und die Generalkonsulin Sylvia Arifin aus Hamburg in das Bremer Rathaus. Für den Botschafter ist es gleichzeitig der Antrittsbesuch. Er wird sich in das Goldene Buch Bremens eintragen.

Geradezu symbolhaft für die jahrzehntelange bremisch-indonesische Zusammenarbeit steht eines der auffälligsten Gebäude der Überseestadt, die Tabakbörse – deren Geschichte eng, sehr eng mit dem Namen der Familie Köhne verbunden ist.

Dach besitzt „gezackte“ Form

Der Bau des Bremer Architekten Erik Schott fällt von außen durch die „gezackte“ Form des Dachs auf. Die Dachform des nach Norden ausgerichteten Bauwerks ermöglicht einen gleichmäßigen Tageslichteinfall – das ist wichtig zur Beurteilung der Tabakblätter bei den Einschreibungen (Auktionen), von denen es heute noch eine im Jahr gibt. In den 60er Jahren gab es von Mai bis Oktober eine Auktion pro Monat.

Die Gründung der Börse war die Folge einer handelspolitischen Entwicklung. Vor 1959 hatten die Plantagenbesitzer ihren Tabak in Rotterdam und Amsterdam verkauft. Dann überwarfen sich die Holländer und die indonesische Regierung. Bremen profitierte von dem Streit, weil hier eine neue Handelsplattform eingerichtet wurde, die Tabakbörse eben.

Bremens Ruf als traditioneller Tabakhandelsplatz hatte die Indonesier an die Weser gelockt. Gegründet wurde die Börse 1961 als Gemeinschaftsunternehmen der staatlichen indonesischen Plantagengesellschaften sowie dreier bremischer Unternehmen.

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