Schauspielerin Katrin Sass ist „Sommergast“

Fernsprech-Facharbeit

Heute „Sommergast“: Katrin Sass, Schauspielerin. ·
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Heute „Sommergast“: Katrin Sass, Schauspielerin. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Auftritt: Ja, ja, der Sommer ist vorbei. Gleichwohl empfängt das Nordwestradio unverdrossen seine „Sommergäste“ – Gelegenheit, Prominente mal live und „in echt“ zu erleben.

Heute, Sonnabend, kommt zum Beispiel die Schauspielerin Katrin Sass ins Restaurant „Weserhaus“ (Faulenquartier). Von 11.05 bis 12 Uhr beantwortet sie die Fragen der Moderatorin Katrin Krämer. Der Eintritt ist frei.

Katrin Sass, 1956 in Schwerin geboren, lernte auf Drängen ihrer Mutter, selbst Schauspielerin, erstmal was Anständiges – Facharbeiterin für Fernsprechverkehr, im Westen hätte man wohl Telefonistin dazu gesagt. Dann durfte sie die Schauspielschule in Rostock besuchen.

1979 glänzt sie als Verkäuferin Anja im Film „Bis dass der Tod Euch scheidet“. Der Anfang einer Karriere bei Film, Fernsehen und Theater der DDR. Katrin Sass spielt in Frankfurt/Oder Theater, bis Intendant Peter Sodann sie nach Halle abwirbt. 1982 darf sie zur „Berlinale“ nach West-Berlin reisen, um dort den „Silbernen Bären“ für ihre Rolle als alleinerziehende Arbeiterin Nina im Film „Bürgschaft für ein Jahr“ entgegenzunehmen.

1989 ist sie am Theater in Leipzig engagiert, während draußen an der Nikolaikirche die Montagsdemonstranten das Ende der DDR einläuten – ohne Katrin Sass, die, wie sie später sagen wird, nicht den Mut findet, mitzudemonstrieren.

Nach der Wende ging sie zur Polizei – fünf Jahre lang spielte Sass die „Polizeiruf-110“-Ermittlerin „Tanja Voigt“. Sensibel, schroff, lakonisch. Im Privaten gelang es ihr, ihre Alkoholsucht zu besiegen. 2001 folgte das Comeback mit dem Kinofilm „Heidi M.“, der ihr den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin einbrachte. Dann folgte die Ost-West-Komödie „Good Bye, Lenin!“, mit der sie im Osten und Westen des wiedervereinigten Landes gleichermaßen zum Star wurde. Ein Star, dessen Spezialität etwas vollkommen Unglamouröses ist – die Darstellung komplizierter, gebrochener Frauenfiguren.

· Einrichtungen: Seit 40 Jahren gibt es den Bremer Presse-Club, angesiedelt im Waldemar-Koch-Haus im Schnoor. Ein Bauwerk, dass saniert werden müsste, was der Club, so der Vorsitzende Theo Schlüter, nicht bezahlen kann. Aber wir schweifen ab. An diesem Wochenende nämlich soll zunächst einmal gefeiert werden. 40 Jahre – das ist doch was. Zum entsprechenden Empfang wird morgen, Sonntag, unter anderem Bertram Biedermann, einer der Gründer des Clubs, erwartet. Das Haus hatte der Bremer Kaufmann Waldemar Koch einst Bremens Medienvertretern geschenkt – weil er selber gern Journalist geworden wäre. Die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag stehen unter dem Motto „Bremen – Salzburg“, da der Club seit geraumer Zeit mit der Leopold Kohr-Akademie an der Universität Salzburg kooperiert.

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