„Summer Sounds Festival“ in der Neustadt

Feiern ohne Hindernis

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Es ist voll vor der Hauptbühne. Und die Stimmung ist gut, während die Gruppe „Kid North“ aus Paris sich beim „Summer Sounds Festival“ ins Zeug legt.

Bremen - Barrierefrei und mit einem Höchststand an Besuchern war die elfte Ausgabe des „Summer Sounds Festivals“ ein voller Erfolg. 11 000 Gäste kamen am Sonnabend in die Neustadtswallanlagen. Internationale Bands und auch vier Gruppen mit Studenten und Beschäftigten der Hochschule schafften es gleichsam, für ordentlich Stimmung zu sorgen.

Die Hochschule war erstmals mit einer eigenen Bühne dabei. Dort durften auch Nachwuchs-DJs einen Einblick in die Arbeit am Plattenteller gewinnen. Ein ordentlicher Besuchermagnet war auch der Kinder-und Jugendaktionstag mit viel Tanz und Spiel. Die Idee, die Veranstaltung zu integrieren, stammt von der Neustädter Polizei.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit: Bis in den Abend feierten Jugendliche, Erwachsene und Familien zusammen. Kleine Kinder hüpften munter und friedlich zu den recht harten Rockklängen der Band „Tuys“ aus Luxemburg, während die Erwachsenen eher reserviert herumstanden oder unter Schirmen Zuflucht vor dem einzigen Regenguss des Tages suchten.

Als die Pariser Band „Kid North“ Elektropop mit funkigen Bässen und eleganten Saxophon-Soli loslegte, kochte im Publikum vor der Hauptbühne die Stimmung.

Die Veranstalter freuten sich, dass dieses Mal so viele Menschen mit Behinderungen wie nie zuvor am Festival teilnahmen. Dafür hatten die Organisatoren aus verschiedenen Initiativen in der Neustadt hart gearbeitet. Erstmals kooperierte das Fest mit „Inklusion muss laut sein“. Hinter diesem Namen steckt eine Unternehmergesellschaft, die sich der Beratung von Festivals verschrieben hat, mit dem Ziel, diese für Menschen mit Behinderungen so barrierefrei wie möglich zu machen. Die Gesellschaft hat unter anderem das Heavy-Metal-Festival Wacken beraten. „Ich habe davon in einem Artikel gelesen und war sofort begeistert. Die haben auch sofort zugesagt und haben mit mir zusammen das Gelände begangen“, sagte Astrid-Verena Dietze, Stadtmanagerin in der Neustadt. „Wir haben zusammen geguckt, wo die Schwierigkeiten sein könnten. Das Gelände hier ist zum Teil sehr hügelig. Wir haben auch zwei Guides vom Martinshof, die Behinderten helfen, wenn sie nicht weiterkommen oder mal dichter an die Bühne wollen.“

Zukünftig kann sich Dietze auch weitere Inklusionsmaßnahmen für das „Summer Sounds Festival“ vorstellen. „Ein Gebärdendolmetscher wäre interessant. Ein Podest vor der Bühne würde Rollstuhlfahrern das Zuschauen ermöglichen, ohne dass die ihren Hals so strecken müssen“, sagte sie.

Die Veranstalter haben mit der Polizei eng zusammengaearbeitet. „Es hat keine unangenehmen Vorfälle gegeben“, sagte Dietze. 

mko

Summer Sounds-Festival in der Bremer Neustadt

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