Obduktion gibt keinen Aufschluss über genauen Ablauf

Familiendrama in Bremen: Eltern töten sich laut Ermittler gegenseitig

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Bei dem Familiendrama im Stadtteil Hemelingen haben sich die beiden Elternteile bei einem Trennungsstreit gegenseitig mit einem Messer verletzt und getötet. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben, sagte am Freitag Staatsanwältin Claudia Kück.

Wie berichtet, hatte die kleine Tochter Mama und Papa, beide 30 Jahre alt, am Mittwochmorgen leblos in der Wohnung gefunden und es geschafft, über Notruf die Rettungskräfte zu informieren. Jede Hilfe kam zu spät, die Eltern waren bereits tot. Laut Kück war das Paar seit kurzem getrennt, lebte aber noch gemeinsam mit den drei kleinen Kindern – alle unter zehn Jahre alt – in einer Wohnung. 

Die Obduktion der Leichen habe keinen genauen Aufschluss über die Hintergründe des Dramas geben können, so Kück. Zum Streit soll es bereits am Dienstagabend gekommen sein. Wechselseitig hätten sich die 30-Jährigen mit einem einzigen Messer verletzt. Beide wiesen laut Kück mehrere Schnitt- und Stichverletzungen auf, davon einige tödliche. Beide hatten Angriffs- und Abwehrverletzungen. 

„So einen Fall hatte ich auch noch nicht“

Die jungen Eltern starben noch am Abend des Streits. Nicht klären konnte die Obduktion, wer zuerst zustach oder starb, heißt es. Da das Paar tot ist und es keine Hinweise auf dritte Beteiligte gibt, stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. „So einen Fall hatte ich auch noch nicht“, sagte Kück.

Die drei kleinen Kinder kamen zunächst in die Obhut des Jugendnotdienstes. Zu diesem konkreten Fall machte Bernd Schneider, Sprecher des Sozialressorts, keine Angaben. Generell sei es jedoch so, dass Geschwister möglichst zusammen untergebracht würden. Man bemühe sich schnellstens um eine geeignete Familie und schaue da zunächst in das verwandtschaftliche Umfeld.

Rubriklistenbild: © dpa

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