Lilienthal entscheidet am 4. Januar erneut über Verlängerung der Bahnlinie

Fährt die „4“ aufs Abstellgleis?

Dieser umweltfreundliche Hybrid-Bus rollte zum „autofreien Sonntag“ aus Hamburg nach Bremen. 2011 testet die BSAG zwei dieser Mercedes-Modelle.Archivfoto: BSAG

Bremen - Von Jörg Esser · Neues Jahr, neues Glück? Bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) wird sich auch 2011 einiges bewegen. Neue Bahnen, neue Busse, ein neuer Chef. Und für neue Strecken werden die Weichen gestellt. Das hofft man jedenfalls bei der BSAG.

Die erste wichtige Entscheidung für das Bremer Verkehrsunternehmen, das in diesem weit über 100 Millionen Fahrgäste befördert, fällt jenseits der Landesgrenzen, an der Wümme, in Lilienthal. Es geht um die Verlängerung der Linie 4 über Borgfeld hinaus. Und mit der befasst sich am 4. Januar mal wieder der Gemeinderat. Für Lilienthal wird der Bau der Trasse durch die Hauptstraße bis zum Falkenberger Kreuz teurer – der Eigenanteil, im September 2009 auf 4,8 Millionen Euro beziffert, ist auf über fünf Millionen Euro gestiegen. Und jetzt müssen die Kommunalpolitiker entscheiden, ob sie die Mehrkosten tragen wollen. Wenn nicht, fährt die „4“ aufs Abstellgleis. „Die Entscheidung hat maßgebliche Auswirkungen auf den Zeitplan“, sagt BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer. Für Ende April ist der erste Spatenstich geplant. Zuvor müssen Bäume gefällt und Leitungen verlegt werden.

Stillstand herrscht derzeit auch beim Ausbau der Linien 1 und 8, vor allem in Mittelshuchting diesseits der Landesgrenzen. In diesem Jahr jedenfalls werden Planfeststellungsbeschlüsse benötigt, um den Zeitplan einzuhalten.

Die Verlängerung der Linie  1 von der Züricher Straße in Richtung Mahndorfer Bahnhof hingegen läuft planmäßig. Am 30. April war der erste Spatenstich für den Bau der 4,8 Kilometer langen Strecke, im September wurden in Tenever die ersten Schienen verlegt. 2012 soll die Bahnen hier fahren. Die Baukosten wurden auf 76,8 Millionen Euro beziffert, 39 Millionen trägt der Bund.

So weit, so gut. Auch der Fuhrpark wird regelmäßig erneuert. 2011 werden zwei hochmoderne Hybrid-Busse getestet. Seit wenigen Wochen sind 21 neue Gelenkbusse der Marke „Lion’s

City“ im Einsatz. Und von den 110 Niederflur-Straßenbahnzügen sind 40 Fahrzeuge der neuen Generation (Bauart: GT8N-1). Die modernen Bahnen sind auf den Linien 1, 6 und seit Mitte Oktober auch auf der „3“ unterwegs.

Bleibt eine Personalie: BSAG-Vorstandschef Georg Drechsler verlässt das Unternehmen zum Jahresende aus gesundheitlichen Gründen. Ein Nachfolger für die mit rund 200 000 Euro Jahresgehalt dotierte „Top-Position“ wird gesucht – per Ausschreibung und „Headhunter“. Der neue Mann oder die neue Frau soll den dreiköpfigen Vorstand wieder komplettieren. Laut BSAG-Sprecher sind Änderungen in der Arbeitsstruktur des Vorstands denkbar. Wie auch immer: Die Suche nach dem „Hochkaräter“ läuft. Und sie wird Monate verschlingen.

WWW.

bsag.de

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