„Eye of the Wind“: Edelholz und Messing

Schmucker Zweimaster

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Britta Altenhoff hat gerade ihr Kapitänspatent für Traditonsschiffe absolviert. Mit Kapitän Cornel Greth teilt sie sich den Job der Schiffsführung.

Bremerhaven - An Schönheit ist dieses Schiff kaum zu überbieten: die „Eye of the Wind“. Schwungvolle Schonerlinien, Edelholz, Messing. Und sie ist fast ein Kind aus der Seestadt.

Denn gebaut wurde der schmucke Zweimaster direkt gegenüber, auf der Lühring-Werft in Brake am anderen Ufer der Weser. 1911 war das. Auf der „Sail“ in Bremerhaven ist sie eines der ältesten Schiffe. Und sie hat Charisma.

Am Ruder steht Britta. Britta Althoff heißt die Steuerfrau, aber an Bord der „Eye of the Wind“ sind alle eh per „Du“. Gerade hat sie ihr Kapitänspatent für Traditionssegelschiffe an einer Nautischen Hochschule in den Niederlanden absolviert. Zwei Winter lang hat sie gebüffelt, im Sommer war sie auf See. Seit 2009 fährt die Osnabrückerin auf der Brigg.

Die Besatzung der „Eye of the Wind“ ist international. Aus ganz Europa kommt die Crew. Der Kapitän ist ein Schweizer und heißt Cornel Greth. „Wir haben alle maritimen Festivals jetzt durch – den Hamburger Hafengeburtstag, die Kieler Wochen und die ,Hanse Sail‘ in Rostock. Jeden Tag hatten wir Gästefahrten. Morgens und nachmittags. Das macht riesig Spaß, strengt aber auch an. Das Schiff muss natürlich am nächsten Morgen wieder blitzeblank sein“, sagt er. Wenn die „Eye of the Wind“ morgen, Sonntag, in Bremerhaven ablegt, geht es nach einem kurzen Werftaufenthalt in Elsfleth weiter nach Schottland. Und anschließend wird Kurs auf die Kanaren genommen. Die kalte Jahreszeit verbringt der segelnde Veteran in warmen Gefilden.

In Bremerhaven hat sich die Besatzung der historischen Brigg übrigens nicht besonders wohlgefühlt. Kapitän Greth: „Wir hatten so ziemlich den miesesten Liegeplatz ganz hinten im Fischereihafen. Und bei der Einlaufparade haben wir auch keine Rolle gespielt. Es gab schon bessere Gastgeber.“

ufa

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