Neue Studie: Unternehmensgruppe Spies untersucht Angebot an Logistik-Immobilien in Bremen und Umgebung

„Extrem niedrige“ Leerstandsquote

Logistik-Fachmann Matthias Boelsen (l.) und Jens Lütjen, Inhaber der Unternehmensgruppe Spies.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· „Es gibt hier keine großen Angebotsreserven an fertigen Hallen.“ Viel deutlicher wollte Jens Lütjen, Inhaber der Unternehmensgruppe Spies, gestern nicht werden – offenbar nach dem Motto, dass sich vor dem Hintergrund einer wieder anziehenden Konjunktur jeder die entsprechenden Konsequenzen vorstellen kann.

Gemeinsam mit dem Spies-Logistikfachmann Matthias Boelsen präsentierte Lütjen einmal mehr einen Report. In einer siebenmonatigen Recherche wurde dieses Mal der Markt für Logistik-Immobilien untersucht – nicht allein in Bremen, sondern im Raum Bremen. Die Studie erscheint rechtzeitig zum Logistiktag, der morgen in Bremerhaven beginnt. Lütjen: „Ein wichtiger Tag für die Region, sehr viele Entscheidungsträger sind da.“

24 Gewerbe- und Industriegebiete in Bremen und dem Umland wurden für die Spies-Studie untersucht – von Habenhausen bis zur Airportstadt, von Achim bis Oyten, von Stuhr bis Brinkum. Überseestadt, Wollkämmerei und Güterverkehrszentrum sind natürlich ebenfalls dabei. Gebiete wie der Technologiepark sind es nicht – hier ist kaum Platz für Hallen. Hallen übrigens, in denen nicht allein Waren gelagert werden, sondern bisweilen auch in richtigen High-Tech-Anlagen bearbeitet. Was Anforderungen an Qualität und Ausstattung der Hallen stellt. Matthias Boelsen zu diesem Aspekt: „Die Qualität einer Immobilie wird immer wichtiger.“

Nach den Spies-Recherchen weist die Kapazität der Hallen- und Produktionsflächen in der Region – ohne reine Handelsflächen – eine Größe von etwa 4,3 Millionen Quadratmetern auf. Bewertet wurden nur Flächen mit einer Mindestgröße von 400 Quadratmetern. Die 4,3 Millionen Quadratmeter teilen sich etwa 800 Unternehmen, darunter die BLG Logistics Group, das Bremer Mercedes-Werk und Arcelor Mittal. Die Unternehmen zahlen eine durchschnittliche Nettomiete von 2,90 Euro pro Quadratmeter, die – wie es weiter hieß – im Bundesvergleich eher niedrig angesiedelt ist. Das Spektrum reicht von 1,75 Euro in Hallen, die vor 1950 errichtet wurden, bis zu einem Quadratmeterpreis von 4,05 Euro in Neubauten.

Die Leerstandsquote ist mit durchschnittlich 2,6 Prozent „extrem niedrig“, sagte Jens Lütjen. Bei mehr als 5 000 Quadratmeter großen Hallen liege sie sogar unter zwei Prozent. Also: „Wir brauchen größere Hallenflächen.“ Und: „Wir sehen Wachstumspotenziale, für die wir mittel- und langfristig ausreichend Fläche benötigen.“ Mit Blick auf den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven sagte Boelsen: „Die Region Bremen hat eine Riesenchance.“ Diese Chance liege in der Lage Bremens zwischen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven: „Ein strategisch hervorragender Standort.“

Wenig Leerstände, und trotzdem sind in manchen Gewerbegebieten Vermietungsschilder zu sehen – wie ist das zu erklären? Nun, so hieß es gestern, die beziehen sich oft nicht auf Hallen-, sondern auf Büroflächen. Manche Gebiete – etwa am Bremer Kreuz – haben einen vergleichsweise hohen Büroflächenanteil. Interessenten, die nur Büroräume suchen, ziehen aber in der Regel nicht in ein Gewerbe- oder Industriegebiet.

WWW.

robertcspies.de

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