Diskussion über Wölfe

Bundesjägertag: „Ziel ist nachhaltige und effektive Raubwildbejagung“

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Delegiertenversammlung – der Bundesjägertag kommt im Congress Centrum zusammen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Der Wolf, die afrikanische Schweinepest, der Artenschutz in der Agrarlandschaft – das sind die Themen beim Bundesjägertag, zu dem ab Donnerstagnachmittag etwa 400 Besucher aus ganz Deutschland in Bremen erwartet werden. Neben den Delegierten der Landesjagdverbände sind Vertreter von Verbänden und Unternehmen mit von der Partie.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) und die Landesjägerschaft Bremen haben gemeinsam zu dem Treffen eingeladen. Nach 1967 und 1997 ist der Bundesjägertag damit zum dritten Mal in Bremen. Weitere Themen sind dieses Mal die Nutzung von Fellen aus heimischer Jagd und die Bildungsarbeit von Jägern. Mitglieder der Organisation „Peta“ wollen bei Anreise der Jägertags-Delegierten gegen die Jagd im Allgemeinen und die Fuchsjagd im Besonderen demonstrieren.

Zum Auftakt des Jägertags führt eine Exkursion am Donnerstag ins Blockland – unter der Leitung von Marcus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen. Im Blockland arbeiten die Landesjägerschaft und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam in einem Artenschutzprojekt zusammen, sagt Torsten Reinwald, Sprecher des Vereins Deutscher Jagdverband. Und weiter: „Ziel ist eine nachhaltige und effektive Raubwildbejagung, um vor allem Bodenbrüter in einem der bedeutendsten Wiesenvogelschutzgebiete Norddeutschlands zu erhalten.“

Nach der Exkursion ist eine „Hubertusmesse“ geplant – am Donnerstag ab 19 Uhr in der evangelischen Kirche Oberneuland. Zudem werden beim Bundesjägertag im Congress Centrum auf der Bürgerweide verschiedene Rebhuhn-Projekte einzelner Landesjagdverbände vorgestellt. Am Freitag beginnt die Delegiertenversammlung dort um 9 Uhr.

Wolfspopulation immer größeres Thema

Der Umgang mit der zunehmenden Wolfspopulation in Deutschland wird eines der größeren Themen sein – nicht zuletzt aus aktuellem Anlass. In Oberneuland sind dieser Tage zwei Schafe getötet und ein weiteres verletzt worden. Nun wird untersucht, ob ein Wolf die Schafe gerissen hat. Zur Aufklärung wurden DNA-Spuren gesichert. Was auch immer herauskommt – Fälle wie dieser heizen die Diskussion immer wieder an.

Auf politischer Ebene war in Bremen gerade erst über Wölfe gesprochen worden – bei der 90. Umweltministerkonferenz in der vergangenen Woche. Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) sagte, nötig sei eine rechtliche Klärung, in welchen Fällen Wölfe abgeschossen werden dürften. „Allen ist vollständig klar, dass der Wolf streng geschützt ist“, betonte Lohse und ergänzte: „Wir freuen uns, dass er wieder da ist.“

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