Terminalbetreiber erweitert sein europäisches Netzwerk um Containerhafen in Nikosia

Eurogate steigert Überschuss um 13 Prozent

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Ein Gigant wird beladen: Die „MSC Oliver“ steuerte im Juni 2015 das Eurogate-Containerterminal in Bremerhaven an. Das Schiff verfügt über eine Transportkapazität von 19.224 TEU.

Bremen - Von Jörg Esser. Die Eurogate-Gruppe hat ihren Jahresüberschuss um mehr als 13 Prozent auf 73,5 Millionen Euro gesteigert. Der Umschlag an den drei deutschen Terminals in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven trotzte dem Markt und legte 2015 um 1,5 Prozent auf 8,2 Millionen Standardcontainer (TEU) zu. Das sagte Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung, gestern bei der Bilanzpressekonferenz des Terminalbetreibers in Bremen.

Elf Terminals betreibt Eurogate in Europa und Nordafrika. Zu den dreien in Norddeutschland kommen fünf an der italienischen Südküste, eines in Lissabon, eines im russischen Ust-Luga und eines im marokkanischen Tanger. Jetzt wird das Dutzend voll. In einer Woche unterschreibt Eurogate in Zyperns Hauptstadt Nikosia die Verträge für den Betrieb eines weiteren Containerterminals. „Das ist ein mittelfristig guter Stützpunkt im östlichen Mittelmeer“, sagte Vorstand Thomas Eckelmann. Und jetzt strecken die Bremer ihre Fühler an den Persischen Golf aus. Die Firmengruppe werde sich gemeinsam mit dem iranischen Terminalbetreiber „Sina Port“ um das Containerterminal CT 2 im Hafen von Bandar Abbas bewerben, so Eckelmann. Ein Joint Venture mit Sina sei vor einem Jahr eingegangen worden. „Im Iran sehen wir einen großen Wachstumsmarkt“, sagte Eckelmann. Eine Entscheidung über den Zuschlag wird für Ende des Jahres erwartet.

Zurück zu den Zahlen: Die Gesamtmenge der in der Gruppe umgeschlagenen Container ist um zwei Prozent auf 14,5 Millionen TEU gesunken. Die Umsatzerlöse stiegen um 4,5 Prozent auf 591,3 Millionen Euro, das Betriebsergebnis um 19 Prozent auf 91,1 Millionen Euro.

Bremerhaven bleibt das größte Terminal der Gruppe – 5,52 Millionen TEU wurden umgeschlagen, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Hamburg legte um 0,5 Prozent auf 2,286 Millionen TEU zu. Wilhelmshaven versechsfachte den Umschlag auf 426.751 TEU. Der Trend geht weiterhin zu Großcontainerschiffen. Und Eurogate ist dafür laut Schiffer bestens gerüstet. Die Anzahl der Schiffe mit einer Kapazität von mehr als 10.000 TEU stieg in den drei deutschen Häfen um 35 Prozent auf 618 Anläufe. Gut ein Drittel der Schiffe (201) verfügte über Transportkapazitäten jenseits der 18 000-Container-Marke. Tendenz: weiter steigend.

Für das laufende Jahr erwartet Schiffer einen leicht steigenden Containerumschlag. Im ersten Quartal legten die drei norddeutschen Terminals um 6,8 Prozent zu – von 2,016 auf 2,153 Millionen Container. Europaweit notierte Eurogate ein Plus von 0,4 Prozent auf 3,675 Millionen Standardcontainer.

Im internationalen Netzwerk beschäftigt Eurogate 7.739 Mitarbeiter (2014: 7.746). Personal-Vorstand Andreas Bergemann spricht von einer „stabilen Entwicklung“. In Deutschland zählt die Gruppe 4.347 Mitarbeiter (2014: 4.386). Davon entfallen 2 287 auf Bremerhaven, 1.590 auf Hamburg, 396 auf Wilhelmshaven und 74 auf die Verwaltung in Bremen.

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