16 313 Euro: Rekord beim „Venuslauf“

„Zeichen gegen das Tabu setzen“

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Auch beim Aufwärmprogramm machten die mehr als 2 800 Teilnehmer des „Venuslaufs“ eine gute Figur.

Bremen - Jede noch so lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Und getreu diesem Motto sind gestern 2 892 Menschen beim 15. „Lauf zur Venus“ im Bürgerpark an den Start gegangen. Jeder erlaufene oder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer spülte 50 Cent in die Kassen der Organisatoren, die damit krebskranken Menschen nach ihrer Erkrankung sportliche Aktivitäten ermöglichen möchten. Am Ende kamen 25 262 Kilometer zusammen, was genau 12 813 Euro machte. Mit zusätzlichen 3 500 Euro an Startspenden ergab dies einen neuen Rekord von 16 313 Euro.

Leichter Nebel liegt über dem Bürgerpark, nach und nach bricht die Sonne durch die dichten Wolken. Aus der Ferne sind Samba-Klänge zu hören, mehr als 2 800 Teilnehmer haben sich am Marcusbrunnen versammelt. Kurzes Aufwärmprogramm und los geht‘s. Runde um Runde absolvieren die Menschen jeden Alters, ob mit Hund oder auf dem Fahrrad die Strecke. Jeder Kilometer zählt, die Motivation scheint riesig. Das bestätigt auch Julian (38), dessen Großmutter vor wenigen Jahren an Krebs erkrankt war, nun aber wieder gesund sei. „Sport hat ihr damals wohl das Leben gerettet“, blickt er heute zurück.

Was plakativ klingen mag, ist laut Prof. Ernst Heinrich Schmidt, Vorsitzender der Bremer Krebsgesellschaft, keine Illusion, sondern erwiesen. „Sport und Bewegung – sei es Schwimmen, Radfahren oder Tanzen – sind gut für den Heilungsverlauf. Bewegung hilft!“ Besonders nach einer überstandenen Chemotherapie, die einen müde und abgeschlagen mache, sei Sport die beste Medizin, sagt Schmidt. Doch den Verantwortlichen der Krebsgesellschaft um Organisatorin Marie Rösler ist noch ein anderer Punkt wichtig: „Der Lauf soll auch ein Zeichen gegen das Tabu, welches Krebs seit Jahrzehnten umgibt, setzen.“

So denken gestern wohl auch die 83 Gruppen, die mit bis zu 200 Teilnehmern antraten und sich gegenseitig motivierten. Für Rösler und ihr Team eine „geniale Geschichte“. Genial finden die ganze Sache auch Petra (45) und ihre Freundin Judith (47), die bereits seit sieben Jahren am Lauf teilnehmen. Ganz selbstlos sagen sie: „Krebs ist eine schreckliche Krankheit. Doch man kann sie besiegen – und wir wollen dabei helfen.“

ko

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