Metropolregion Bremen-Oldenburg öffnet sich europaweit

750 000 Euro für 13 Projekte

Bremen - Von Elisabeth GnuschkeDer Vorstand der Metropolregion Bremen-Oldenburg hat gestern 13 Förderprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 750 000 Euro auf den Weg gebracht.

Seit seiner Gründung 2006 hat das Netzwerk rund 100 Projekte mit fast sieben Millionen Euro gefördert, darunter mit 112 000 Euro die „European Medical School“ in Oldenburg. Die Projekte gehören unter anderem zu den Bereichen Naturschutz, Wind, Klimawandel, Kultur und Ernährung. Gestern zog der Vorstand in der Jahrespressekonferenz eine positive Bilanz der Arbeit.

Der neue Vorsitzende Jörg Bensberg räumte allerdings ein, dass die Metropolregion Defizite im Marketing habe. Das Netzwerk sei gefordert, deutlicher seine Stärken bekanntzumachen.

Die Förderschwerpunkte in diesem Jahr liegen bei erneuerbaren Energien, Gesundheitswirtschaft, Kultur und Bildung. „Eine der großen Herausforderungen für die Region ist der Fachkräftemangel, dem wir durch die Projektförderung unterschiedlicher Branchen gezielt entgegenwirken“, sagte Bensberg. So soll die vor Ort etablierte Job- und Bildungsmesse „Zukunftsenergien Nordwest“ bundesweit auf Tour gehen, um Nachwuchs für den Nordwesten zu gewinnen. Im Herbst findet die Messe an der TU in Berlin statt. Fachkräftegewinnung steht auch im Zentrum des geförderten Projekts „Fabulé“, das über die Fab-Labs (Fabrikationslabore) in Oldenburg und Bremen den Nachwuchs im Bereich Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sichern will, wie zweiter Vorsitzender Dr. Stephan-Andreas Kaulvers sagte.

Das Projekt „Social Media Plattform Pflegeausbildung“ soll junge Menschen über soziale Netzwerke erreichenen, um sie für eine Ausbildung in der Gesundheitsbranche zu begeistern. An der 2012 eröffneten „European Medical School Groningen-Oldenburg“ wird zudem der Aufbau eines Netzwerks zur Versorgungsforschung gefördert, das den regionalen Wissensaustausch zwischen Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft stärken soll. Damit will sich die Metropolregion bundesweit als Vorbild profilieren.

Jörg Mielke, früherer Metropol-Chef und jetzt Chef der niedersächsischen Staatskanzlei, ging auf das Cluster Automotive ein. Hier ist eine Internetplattform geplant, die Firmen, Bewerber und Hochschulen vernetzen soll. Schatzmeister Joachim Lohse, zugleich Bremens Bausenator, stellte das Projekt Moore vor. Über 2 675 Zertifikate, die für je 20 Euro erworben werden können, soll die Wiedervernässung des Moores in Dorum erreicht werden. Auf diese Weise könne über einen Zeitraum von 20 Jahren eine Tonne CO2 eingespart werden. Das erste Zertifikat bekam Bundespräsident Joachim Gauck geschenkt.

Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger berichtete als Vorsitzender über den Förderverein „Wirtschaft pro Metropolregion“, in dem sich etwa 100 Firmen zusammengetan und für Unterstützungsmaßnahmen 250 000 Euro lockergemacht haben.

Künftig will die Region mit einer Europastrategie punkten. Man müsse über die Metropole hinausdenken, sagte Kaulvers. „Wir müssen die Metropolregion in Brüssel positionieren“, betonte er. Auch eine Erfolgskontrolle der Projekte soll es geben. Eine Studie, die demnächst vorgestellt wird, habe bestätigt, dass „wir mit unseren Clustern ziemlich richtig liegen“.

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