Die 35. „Tour de Matjes“ feiert Ankunft der ersten Fässer an der Schlachte / Auktion als Höhepunkt

Für 734 Euro zur Party an die Oberweser

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Eine Tour mit Matjes-Fässern durch die Innenstadt. Neptun ist dabei, ebenso Christian Weber (l.) und „Matjes-Hermann“ (2.v.l.).

Bremen - Von Martin Kowalewski. Auktionator Matthias Keller vom Fischinformationszentrum Hamburg weiß, wie man die Einnahmen hochtreibt. 45 Minuten dauert die Versteigerung eines ersten Fasses Matjes. Es müsse doch auf Reisen gehen, sagt er. Etwas später seine Frage: „Können die Bremer zulassen, dass es nach Emden geht?“ Die Auktion ist ein Stimmungshöhepunkt auf der 35. „Tour de Matjes“, organisiert vom Förderkreis des Bremer Fischhandels, mit der am Mittwochmittag das Eintreffen der ersten Matjes-Fässer gefeiert wird.

Bei der Auktion gewinnt der Letztbietende, nicht der Höchstbietende. Mal werfen die Bieter zwei Euro in die wandernden Silberkelche, mal sind es auch fünf oder zehn Euro. Ein kleiner Betrag kann so einen großen ganz schnell wieder wettmachen. Stets schlägt Keller mit dem Hammer auf ein Fass vor ihm und ruft: „Zum Ersten, zum Zweiten.“ Dann ein Zwischenruf: „Halt.“ Jemand bietet noch Geld. Schließlich heißt es auch: „Zum Dritten.“ 734 Euro sind zugunsten der Bremer Kunsthalle zusammengekommen. Das Fass verlässt Bremen und geht an die Oberweser. Elke Drews aus Höxter ist die Letztbietende. Sie und ihr Mann wollen das Fass zu Hause auf einer Party öffnen.

Die ersten angelieferten Matjes-Fässer hatten zuvor einen spektakulären Auftritt. Um 10 Uhr waren Böllerschüsse an der Schlachte zu hören. Ein Feuerlöschboot fuhr am Martinianleger vorbei. Das Schiff „Gräfin Emma“ legte kurz darauf an. Neptun war mit Krone und Spieß an Bord und auch Kinder des Vegesacker Kindergartens Jaburg. Dann wurden sie von Bord getragen: die ersten Fässer der Matjessaison. Gefangen wurden die Heringe vor Norwegen und in Holland zu Matjes verarbeitet.

Der „Vegesacker Junge“ Mirko Vopalenski ist gerade mit dem Schiff „Gräfin Emma“ eingetroffen und hat ein großes Fass mit Matjes übernommen.

Einige Fässer gingen auf eine kleine Stadtreise. Bürgerschaftspräsident Christian Weber schnappte sich ein Fass – und auch der „Vege-sacker Junge“ Mirko Vopalenski. Der Tross zog zum Markplatz. Viele der etwa 100 Zuschauer schlossen sich an. Darunter auch Thomas Schulze (72) aus Findorff. „Seit vielen Jahren mag ich Matjes. Das hier ist eine schöne Tradition“, sagte er. Ein Fass wollte er nicht ersteigern, aber an der Schlachte noch ordentlich Matjes essen. 

35. „Tour de Matjes“ in Bremen

 © Mediengruppe Kreiszeitung / Martin Kowalewski
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 © Mediengruppe Kreiszeitung / Mart in Kowalewski
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Am Roland angekommen, machte die Gruppe kurz Halt. Weber, die aus Vegesack angereiste „vornehme Gesellschaft“ und andere posierten kurz. Dann ging es zurück zur Schlachte. Vorne dabei war das dreiköpfige Jazz-Ensemble „Marsch Mallows“. Einige Teilnehmer trugen hölzerne Schuhe und stampften zu der Musik.

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